Um Herthas Top-Talent Kennet Eichhorn buhlen nationale wie internationale Spitzenklubs. Zuletzt wurde ein Deal mit ManCity samt einer Leihe zu Bayer 04 Leverkusen ins Spiel gebracht. Doch der Werksklub strebt weiter eine direkte Verpflichtung des 16-Jährigen an.
Herthas Top-Talent
Es ist vielleicht die Personalie, die die Fans der deutschen Spitzenklubs am stärksten elektrisiert. Wer macht das Rennen um Herthas Kennet Eichhorn? Für welchen Klub entscheidet sich das 16-jährige Top-Talent? Dem Mittelfeldspieler stehen alle Türen offen. Alle deutschen Top-Klubs haben sich früher oder später an die Fährte des Berliners geheftet. Doch wer bekommt den Zuschlag?
Dass Dortmunds neuer Sportdirektor Ole Book für eine Verpflichtung Eichorns Gas gibt, der per Ausstiegsklausel für eine Ablöse von etwa zwölf Millionen Euro zu einem Champions-League-Teilnehmer wechseln kann, ist bekannt. Dass es in München unterschiedliche Meinungen zu einem Transfer des Ausnahmetalents gibt, ebenso. Doch die Münchner sind wie auch RB Leipzig interessiert.
Zuletzt wurde aber ein Transfer-Konstrukt ins Spiel gebracht, dem zufolge Manchester City im Rahmen einer Kooperation Eichhorn verpflichten und ihn dann an Bayer 04 ausleihen möchte. Eine Variante, die aus Sicht der Engländer grundsätzlich Sinn ergeben würde, weil Leverkusen sich als Sprungbrett für junge Top-Talente längst bewährt hat.
Bei einem Deal mit ManCity stellte sich die Frage der Sinnhaftigkeit
Machten doch dort beispielsweise Spieler wie Julian Brandt, Jonathan Tah, Benjamin Henrichs, Kai Havertz oder zuletzt Florian Wirtz als Teenager und viele von ihnen vor ihrer Volljährigkeit unter dem Bayer-Kreuz den ersten Schritt zum Bundesliga-Profi und pushten dort ihre großen Karrieren. Mit dem im Sommer von Hertha BSC gekommenen Ibrahim Maza macht sich gerade der nächste Hochtalentierte auf diese Reise.
Doch unabhängig, ob diese Variante mit ManCity und Bayer 04 rechtlich umsetzbar wäre, da Klubs aus der Premier League seit dem Brexit keine U-18-Spieler aus dem Ausland mehr für ihre Mannschaft verpflichten dürfen. Und auch unabhängig davon, ob ManCity mit einem Klub ein ähnliches Modell fahren könnte, wie es Bayern München 2016 offenbar im Fall Serge Gnabry entwickelte, steht die Frage nach der Sinnhaftigkeit für Bayer 04.
Kann es für Bayer das Ziel sein, ein Toptalent für ManCity auszubilden?
So wurde 2016 der heutige Bayern-Stürmer Gnabry als 21-Jähriger vom FC Arsenal an Werder Bremen verkauft, wobei sich die Münchner aber offenbar ein Vorkaufsrecht für den jetzigen Nationalspieler zu moderatem Aufpreis sicherten. Nachdem Gnabry dann 2017 zu den Münchnern wechselte, wurde dieser erstmal für eine Saison an die TSG Hoffenheim verliehen.
Doch kann es für Bayer 04, den Double-Gewinner von 2024, das Ziel sein, ein deutsches Top-Talent für Manchester City auszubilden? Und dieses nach einem oder zwei Jahren, wenn Eichhorn 19 Jahre alt sein wird, für eine dann nicht mehr angemessene, weil zu niedrige Ablöse schon wieder abzugeben? Selbst, wenn man dem Teenager zutraute, direkt in der Bundesliga durchzustarten?
Bayer möchte Eichhorn weiter direkt verpflichten
Dementsprechend ist auch aus Leverkusen zu vernehmen, dass Bayer 04 weiterhin bestrebt sei, Eichhorn direkt zu verpflichten. Und dass sich der Klub weiterhin gute Chancen auf den Zuschlag ausrechnet, sodass das Top-Talent nächste Saison in Leverkusen spielt. Ohne Hilfe oder Zutun von Manchester City.
