Ja zur Jugend, aber „nicht so jung wie irgendwie möglich“

Joane Gadou war nur der Anfang: Borussia Dortmund setzt auf die Jugend – aus dem eigenen Verein und aus anderen. Sportdirektor Ole Book erklärt die Idee.

BVB-Sportdirektor Book zu Inacio, Gadou und Eichhorn

Der erste Transfer von Ole Book war nicht zufällig ein 19-Jähriger, auch wenn die Scouting-Abteilung des BVB Joane Gadou von RB Salzburg schon länger auf dem Radar hat als der Klub den neuen Sportdirektor auf der Gehaltsliste. Die Verpflichtung eines Innenverteidigers mit sportlicher wie wirtschaftlicher Perspektive, der mit seiner Spielweise in den Kader passt, könnte eine Blaupause für kommende Zugänge sein, bei denen genau diese Aspekte wichtig sind.

„Es ist ein moderner Innenverteidiger, sehr groß gewachsen, wie unschwer zu erkennen ist“, beschreibt Book den neuen Franzosen, der am Montag seinen Vertrag unterschrieben hatte. „Er hat ein hohes Tempo, eine große Physis und Stabilität, aber mit einem mutigen Spiel“, ergänzt der Sportdirektor. Ein Verteidiger also, der „von seinem Profil die vorhandenen Spielertypen sehr gut ergänzt. Wir finden, dass er genau zu dem passt, was wir suchen.“

Einer, der trotz seines Alters und einer kleinen sportlichen Delle in Salzburg zuletzt möglichst schnell schon das Zeug zum Stammspieler hat. „Die Idee ist schon, dass er uns sofort helfen kann“, sagt Book: „Trotzdem ist es natürlich ein 19-jähriger Spieler, der in die neue Liga kommt, zu einem noch einmal etwas größeren Verein.“ Deswegen werde er „die nötige Zeit“ bekommen, „aber mit dem Gedanken, dass er diese Zeit auch mit Spielen nutzen kann“.

Planungen in der Innenverteidigung abgeschlossen

Denn mit den rund 20 Millionen Euro Sockelablöse für Gadou sollen die Planungen für die Dreierkette erst einmal abgeschlossen sein, trotz des Abgangs von Niklas Süle und des langen Ausfalls von Emre Can. „Natürlich sind wir noch nicht übermäßig besetzt, aber wir wollen unseren eigenen Spielern aus dem Nachwuchs weiterhin die Chance geben, zu Spielzeit zu kommen.“ Namentlich sind das Luca Reggiani und Filippo Mane, die in dieser Saison die ersten Einsätze hinter sich gebracht haben.

Gesetzt aber sind andere: Nico Schlottbeck und Waldemar Anton vor allem, aber auch Ramy Bensebaini spielt eine gute Bundesliga-Saison. „Wir sind sehr gut besetzt, was die Erfahrung betrifft“, findet Book und glaubt, dass es keinen weiteren Bedarf an Verteidigern gibt: „Deswegen sehen wir uns auf dieser Position erstmal fertig, um auch den jungen Spielern ihre Möglichkeiten zu geben.“

Eine routinierte Achse und viele junge, hungrige Wilde dazwischen, das ist die Dortmunder Optimalvorstellung der Kader-Struktur, die in den vergangenen Spielzeiten nicht immer geschaffen wurde. Wichtig ist das auch für die wirtschaftliche Bilanz, denn irgendwann sollen die Talente nach erfolgtem Schritt auch hohe Erlöse bringen. „Natürlich ist es ein wichtiger Punkt, dass wir wieder die Werte für Borussia Dortmund schaffen wollen, um dauerhaft gut dazustehen“, findet Book.

Books Rechnung mit dem Altersschnitt

Das bedeutet aber nicht, dass ab sofort alle Neuen noch Teenager sein müssen. „Auf der anderen Seite ist es jetzt kein Wettbewerb, dass die Spieler so jung sein müssen wie irgendwie möglich“, erklärt der Sportdirektor: „Aber alle Spieler werden jedes Jahr auch ein Jahr älter, deswegen sollten die neuen Spieler etwas jünger sein, um überhaupt denselben Schnitt zu haben wie im Vorjahr.“

Und deswegen könnten in der kommenden Saison weitere Youngster neu im Kader auftauchen – im 17-jährigen Mittelfeldakteur Mussa Kaba hat der BVB am Donnerstag ein Talent mit einem langfristigen Profivertrag ausgestattet – oder erste Ansätze aus der noch laufenden Saison ausbauen. So traut Book dem Italiener Samuele Inacio den nächsten Schritt zu. „Er wird zu seinen Spielzeiten kommen, dennoch werden wir uns bei Offensiven auf dem Markt umsehen und wollen noch ein bisschen Kreativität und ein bisschen Offensivpower reinbekommen.“

Zum Beispiel in Person des noch jüngeren Kennet Eichhorn, der im zentralen Mittelfeld Verbindungsspieler zwischen den beiden Strafräumen sein kann? „Ich finde schon, dass er eine gewisse Kreativität hat und natürlich kenne ich den Spieler gut“, bleibt Book vorsichtig. Immerhin: „Wir, wie viele andere Vereine wahrscheinlich auch, mögen den Spieler. Alles weitere wird man sehen.“

 

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