Gute Nachrichten auf dem Personalsektor hat es lange nicht gegeben. Beim FC St. Pauli regieren zur Wochenmitte zumindest Hoffnungsschimmer vor dem Endspiel um den Relegationsplatz gegen den VfL Wolfsburg.
Hoffnung auf Smith-Einsatz
Das Fragezeichen hinter Eric Smith konnte Alexander Blessin während der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag noch nicht wegradieren. Nachdem sich zumindest Hauke Wahl, Adam Dzwigala und Louis Oppie von ihren Magen-Darm-Infekten erholt haben, hat das Virus seit dieser Woche den Schweden erwischt. „Wir werden es abschließend erst nach dem Training am Freitag entscheiden können“, erklärt der Trainer.
Wird Smith rechtzeitig fit, spielt er in der Dreierkette
Festgelegt hat sich Blessin zumindest schon auf die Position, die der Schwede bekleiden würde, wenn er denn spielen kann: Er würde in der Dreierkette spielen. Nachdem er schon vor dem Virus, zunächst wegen einer Wadenblessur und dann mit Krankheit, aussetzen musste, ist er nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, kommt für die laufintensivere Mittelfeldposition daher nicht infrage. „Wenn Eric aufläuft“, sagt der gebürtige Stuttgarter, „dann in der Kette.“
Für das Abwehrzentrum hat Blessin überraschend eine weitere Alternative wieder an Bord: Karol Mets. Eine erst in der Vorwoche von Vereinsseite aus vermeldete Muskelblessur schien das vorzeitige Saisonende des Esten markiert zu haben, der meldete sich aber deutlich vor dem Zeitplan wieder zurück. „Ihm ist alles scheißegal“, sagt Blessin voller Anerkennung und rühmt die Einstellung des 32-Jährigen: „Er wollte unbedingt dabei sein, hat alles dafür getan und wird zur Verfügung stehen.“
Blessin: „Angst hemmt“
Mets wird zwar nicht zur Startelf gehören (können), seine vorgelebte Bedingungslosigkeit aber soll stilprägend sein für eine Mannschaft, die sich während der zurückliegenden neun sieglosen Spiele mitunter nicht ausreichend genug gewehrt hat. Die Folge: Eine Woche nach Wolfsburg ist am vergangenen Sonntag auch Heidenheim vorbeigezogen, St. Pauli hat zwar noch die Möglichkeit auf das Relegations-Ticket, hat sie als Schlusslicht aber nicht mehr in der eigenen Hand.
Blessin versucht dennoch, positives Denken zum Mantra zu machen. „Wir haben am letzten Spieltag immer noch die Chance auf die Relegation“, betont er, verhehlt dabei aber auch nicht: „Wir starten jedoch aus der schlechtesten Position heraus.“ Dennoch sagt er: „Angst hemmt. Wir können den Druck nicht wegreden, wir können auch Nervosität nicht wegdiskutieren. Die wird bei beiden Teams da sein. Aber wir müssen versuchen, die Nervosität wegzuschieben. Es wird darum gehen, wie wir damit umgehen.“ Mets‘ Zeichen wertet er dabei ausdrücklich als das genau richtige Signal.
