Ein „ehrliches Gespräch“ mit Kompany und ein Hauch von Kanté: Aseko stellt sich vor

Nach seiner am Samstag erfolgten Unterschrift unter einen Fünfjahresvertrag stellte sich Noel Aseko am Montag bei Eintracht Frankfurt vor.

Neuzugang über seine Eintracht-Ziele

In seinen ersten 48 Stunden als Eintracht-Profi habe er sehr viel „positive Energie“ aufgesaugt, berichtete Noel Aseko am Montagnachmittag. Und überhaupt sei es „sehr einfach, hier anzukommen, weil alle so offen und korrekt sind“, freute sich der 20-Jährige, der am Samstag für rund 12 Millionen Euro vom FC Bayern zu Eintracht Frankfurt wechselte und in der Mainmetropole einen Vertrag bis 2031 unterschrieb.

Doch warum entschied sich der Mittelfeldspieler, der die vergangenen eineinhalb Jahre in der 2. Bundesliga bei Hannover 96 verbracht hat, für den Wechsel zur SGE, war er doch ursprünglich bei den Münchnern als potenzieller Nachfolger für Leon Goretzka angedacht. „Das Gesamtpaket“ habe ihn überzeugt, gab sich Aseko zunächst diplomatisch und berichtete lachend auch von einem kurzen Austausch mit Eintracht-Verteidiger Nnamdi Collins, der aber nicht das einzige Gespräch rund um seinen Wechsel war.

Denn zunächst habe er, nachdem die Münchner im März von einer Rückkaufklausel Gebrauch gemacht hatten, den Kontakt zu den Verantwortlichen beim Rekordmeister gesucht. „Ich war auch sehr intensiv im Austausch mit dem Trainer und dem Vorstand und hatte ebenso gute Gespräche mit Frankfurt“, berichtete Aseko, der sich auch mit Vincent Kompany unterhielt. „Der Trainer hatte ein ehrliches Gespräch mit mir, ich war dann auch ehrlich zu ihm – und deswegen kam dann der Transfer zur Eintracht zustande.“

In München, wo die Verpflichtungen von Ex-Frankfurter Nathaniel Brown und Ismael Saibari kostspieliger Natur waren, war der Bedarf nach Einnahmen für die Bilanz groß, weshalb Aseko die Wechselfreigabe erteilt wurde. Und in Frankfurt wurde ihm ein überzeugender Plan vorgelegt, um „mich weiterzuentwickeln“. Das sei „in meinem Alter sehr wichtig – und hier habe ich eine gute Chance auf eine gute Zukunft“, so Aseko.

„Ich möchte den Ball haben und Spiele gewinnen“

Sich selbst bezeichnet der in Berlin geborene Aseko als „Straßenfußballer“, der von seiner Fußball-Idee „Ngolo-Kanté-like“ daherkommt: „Ich bringe viel Intensität mit, bin mutig mit Ball und zweikampfstark gegen den Ball“, führt er aus. „Ich möchte den Ball haben und Spiele gewinnen. Mein Pressing ist ordentlich, ich kann mich in allem noch ein bisschen verbessern (…) sowas in der Art.“

Er sei ein Typ, der immer gewinnen möchte – und natürlich am liebsten jederzeit auf dem Platz stehen will. „Aber ich spiele auch für das Team und mit dem Team“, stellte der Sechser klar, der nun am Donnerstag mit seiner neuen Mannschaft ins Trainingslager an den Chiemsee aufbrechen wird.

 

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