Der FC Augsburg hat den Klassenerhalt vorzeitig geschafft, wird sich aber, da ist sich Manuel Baum sicher, nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Der Coach outete sich als Freiburg-Fan und hegt riesige Vorfreude auf das von Gastgeber Bremen ausgerufene „Endspiel“.
Einstelliger Tabellenplatz wäre „super cool“
Um es vorwegzunehmen, personell ist der FCA für das Gastspiel in Bremen am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) vollends gerüstet. Auch der anfangs der Woche etwas angeschlagene Arthur Chaves stehe zur Verfügung, ließ Baum wissen. Ob sich an seiner Startformation im Vergleich etwas verändern werde, allerdings nicht – denkbar aber sei es.
Kein Einblick ins Personal sowie ein zunächst etwas hieroglyphischer Ausblick auf die Endphase der Saison. Baum führte aus, dass es wichtig sei, wenn man ein Ziel erreicht habe, dass man sich Gedanken mache, „gibt es Strategien, die man verändern muss, weil in der Regel die, die man verwendet hat, auf ein bestimmtes Ziel eingezahlt haben?“ Das Ziel sei ja nun erreicht, und jetzt? „Wir haben uns etwas anderes vorgenommen für den Schlusspurt.“
Die Zielsetzung ist der einstellige Tabellenplatz
Was das denn sei? „Es wäre super cool, wenn wir den einstelligen Tabellenplatz behalten könnten“, sagte Baum. Dafür habe man noch drei coole Spiele vor der Brust, zunächst die Partie bei Werder. „Bremen hat es als Endspiel ausgerufen, ich liebe solche Endspiele“, freut sich 46-Jährige, der weiß: „Da kommt Wucht auf uns zu, es ist eine Challenge, die wir annehmen müssen.“ Ob dabei zwei Veränderungen, die er nicht im Detail verriet, helfen werden? „Wir haben inhaltlich im Training etwas angepasst und auch die Ansprache.“
Der Trainer betonte auch den Zusammenhalt in der Mannschaft, obwohl natürlich jeder spielen wolle. „Jeder hat persönliche Ziele: Die WM, Rückkehr von einer Verletzung, als Joker von der Bank reinkommen oder einfach weiterspielen“, es sei ein Konkurrenzkampf, „den wir durch Trainingsinhalte befeuern“, so Baum.
Schielt der FCA auf die Conference League?
Gut gefallen hat Baum, dass sein Team sich vom Ergebnis des letzten Heimspiels (1:1 gegen Frankfurt) enttäuscht gezeigt habe. „Das Thema war im Nachklang, wie können wir uns verbessern?“ Dies betraf offensive Inhalte, aber auch defensive Verhaltensweisen – und für Baum ist es dieser Ehrgeiz ein „Mega-Indikator für ‚Man ist noch hungrig“‚.
Hungrig für mehr? Baum ließ sich nicht locken hinsichtlich des internationalen Geschäfts, auch wenn für den FCA Platz 9 für die Conference League reichen könnte, wenn Freiburg die Europa League gewinnt. Ob er Freiburg-Fan sei? Baum grinste und antwortete: „Ich bin international immer für deutsche Teams und drücke natürlich auch Freiburg die Daumen.“ Und fuhr gleich fort, dass dies unabhängig von irgendwelchen möglichen „Wenn-dann-Szenarien“ sei.
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Wichtiger ist dem Trainer die eigene Herangehensweise in den letzten Partien, „denn wir können nicht beeinflussen, ob Freiburg gewinnt“. Hauptsache, „man verwaltet nicht irgendetwas. Behält nicht den Status quo bei, sondern will im Detail besser werden.“ Auch das hat Baum unter der Woche von seinen Schützlingen gut gefallen.
