Wolfsburg ohne Wimmer – überrascht Hecking mit Amoura?

Der VfL Wolfsburg muss im Endspiel beim FC St. Pauli auf Offensivmann Patrick Wimmer verzichten. Wer ersetzt den Österreicher? Der zuletzt suspendierte Mohammed Amoura ist eine überraschende Option.

„Deshalb ist dieser Scheiß-Fußball so toll“

Es hatte sich schon angedeutet, am Donnerstag sorgte Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking für Klarheit. Patrick Wimmer wird dem VfL im Abstiegsendspiel auf St. Pauli nicht zur Verfügung stehen: „Er wird Samstag nicht spielen können, das können wir ausschließen.“

Der Österreicher, der sich im Spiel gegen den FC Bayern (0:1) eine Oberschenkelverletzung zugezogen hat, könnte erst wieder in einer möglichen Relegation zum Thema werden.

Vier Optionen für Wimmer

Wolfsburg ohne Wimmer, das ist zweifelsohne ein Rückschlag für die Niedersachsen. Ein Ausfall, der durch den großen Kader aber kompensiert werden kann. Mattias Svanberg gilt als Ersatzkandidat, ebenso Lovro Majer und Jesper Lindström. Ein Gedankengang könnte sogar zu einer Überraschung führen: Mohammed Amoura, nach einer Trainingsauseinadersetzung mit Kevin Paredes gegen München suspendiert, könnte nach seiner Begnadigung direkt von der Tribüne in die Startelf rutschen. Der Algerier würde dann mit seinem Speed an die Seite von Angreifer Dzenan Pejcinovic rücken, Adam Daghim nähme in diesem Fall die Wimmer-Rolle im halbrechten Mittelfeld ein.

Einem Medienbericht, wonach Ersatztorwart Marius Müller von Hecking aussortiert worden sei, widersprach der Trainer derweil. Dies entspreche nicht der Wahrheit, so der 61-Jährige, Müller werde auch zum Team gehören, das am Freitag in Richtung Hamburg aufbricht. Gleichwohl könnte Pavao Pervan, bislang die Nummer drei, wie schon zuletzt für den Spieltagskader den Vorzug erhalten, auch, weil Müller in den vergangenen Wochen angeschlagen war.

Hecking: „Ich bin kein Träumer“

Deutlich angeschlagener war der VfL Wolfsburg zu dem Zeitpunkt, als Hecking die Mannschaft übernommen hat, nun geht der niedersächsische Klub in der Pole-Position in das Rennen um den Relegationsplatz. „Wir hatten schon vor Wochen im Kopf, dass es so kommen kann“, sagt Hecking, „wir haben uns das erarbeitet. Das gibt uns eine gewisse Zuversicht, wir haben uns dieses Spiel in dieser Konstellation verdient.“ Er betont, dass sein Team in kurzer Zeit „zu einer Mannschaft gewachsen“ sei.

Ein Team, das gleichwohl am Samstag zum ersten Abstieg der Wolfsburger Bundesliga-Geschichte sorgen kann. Denkt der erfahrene Hecking, der mit dem VfL einst Vizemeister wurde, den DFB-Pokal gewann und im Champions-League-Viertelfinale knapp an Real Madrid scheiterte, an dieses Szenario? „Diesen Gedanken darf man auch mal zwischendurch haben“, räumt er ein. „Ich bin kein Träumer.“ Aber ein Optimist: „Ich habe das Gefühl, dass meine Mannschaft zum richtigen Zeitpunkt da ist. Das muss sie jetzt beweisen.“

Es steht viel auf dem Spiel am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) beim Duell mit den punktgleichen Hamburgern, parallel muss der Blick zudem auf den 1. FC Heidenheim gerichtet werden, der am letzten Spieltag im Heimspiel gegen Mainz noch vorbeiziehen kann. Fußball-Deutschland blickt gebannt hin auf den Abstiegskampf. Hecking freut sich irgendwie sogar darauf: „Deshalb ist dieser Scheiß-Fußball so toll.“

 

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