Wöber: Kleines Werder-Comeback, WM-Traum – keine Experimente?

Zum zweiten Mal erst in dieser Bundesligasaison stand Maximilian Wöber im Werder-Kader – und träumt trotzdem noch von der WM. Ist das realistisch?

Stabilisierte Bremer Defensive

Knapp 1000 Zuschauer waren es, die am Sonntag den zweiten Pflichtspieleinsatz von Maximilian Wöber im Werder-Trikot verfolgten. 45 Minuten stand der Verteidiger in der ersten Spielhälfte des Stadtduells zwischen der Bremer U 23 und dem Bremer SV (1:2) in der Regionalliga Nord auf dem Platz.

Dieses kleine Werder-Comeback bedeutete sozusagen den nächsten Schritt für den 28-Jährigen auf dem langen Weg zurück nach monatelangem Ausfall. Tags zuvor hatte der Österreicher im ausverkauften Weserstadion vor 41.800 Zuschauern zumindest mal wieder zum Spieltagskader gehört – beim 3:1-Sieg im Nordderby und zum zweiten Mal erst in dieser Saison.

Kurz vor Weihnachten war Wöber in Augsburg erstmals nach seiner in der 1. Pokalrunde erlittenen Oberschenkelverletzung (Muskelbündelriss) ins Bremer Aufgebot zurückgekehrt, stand im Januar auch in einem Testspiel auf St. Pauli auf dem Platz – anschließend warf den 31-maligen Nationalspieler jedoch erneut eine Verletzung aus der Bahn, diesmal handelte es sich um einen Faserriss mit Sehnenbeteiligung in der Wade.

Stabilisierte Defensive und freie Wahl

„Es sind viele Dinge in der Reha nicht optimal gelaufen“, befand Wöber Anfang März im Podcast 1x1Sport#Fussballtrainer. Weiter sagte er zu jenem Zeitpunkt: „Hoffentlich habe ich nach der Länderspielpause zumindest noch fünf oder sechs Spiele, in denen ich alles für den Verein geben kann.“

Mittlerweile stehen noch vier Bundesligapartien aus. Kommt Wöber dafür nun noch einmal als Alternative infrage? Werder hat sich unter Coach Daniel Thioune defensiv stabilisiert, musste seit dessen Amtsantritt die wenigsten gegnerischen Torschüsse hinnehmen (107 bzw. 10,7 pro Spiel) – liegt gar vor dem FC Bayern (108).

Zudem sank die durchschnittliche Anzahl der Gegentore im Vergleich zu Vorgänger Horst Steffen von 1,9 auf 1,5, genauso die gegnerischen Chancen (von 6,0 auf 4,2). Dass zugleich mehr Gegentore aus gegnerischen Standards resultieren, impliziert zusätzlich, dass man im laufenden Spiel sicherer steht.

Nicht die Zeit für Werder-Experimente

Angesichts der jedoch weiterhin prekären Situation in der Tabelle erscheint aktuell nicht die Zeit für Experimente, zumal Thioune mit der Rückkehr von Kapitän Marco Friedl (nach Rotsperre) in der Innenverteidigung nun die freie Wahl hat.

Amos Pieper verteidigt stabil und dann sind da noch Toptalent Karim Coulibaly sowie Routinier Niklas Stark. Wöber gilt zwar als 100-Prozent-Profi, besitzt als lediglich ausgeliehener Spieler von Leeds United zugleich jedoch einen anderen Status in Sachen Kaderwert.

Thioune erklärte Wöbers Regionalligaeinsatz nun naturgemäß damit, „dass er halt diese Minuten braucht, um in seinen eigenen Rhythmus zu kommen. Es ist wichtig, dass Max auch sichtbar wird, dass er in Abläufe kommt“. Auch der Werder-Coach weiß um „sein großes Ziel – er möchte gerne noch an dieser Weltmeisterschaft teilnehmen“.

Keine „Wildcard“ von Rangnick

Ob das wirklich realistisch ist, bleibt eine andere Frage. Dass Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick Wöber zumindest für die jüngste Länderspielperiode eingeladen hatte, zeigt, dass die Tür noch nicht verschlossen ist.

Der 67-Jährige hatte Ende März betont: „Er war, wenn er gesund war, immer ein fixer Teil der Mannschaft und hat auch meistens von Anfang an gespielt. Er bereichert die Gruppe als Persönlichkeit.“ Reicht das?

„Es steht und fällt bei ihm mit dem Fitnesszustand …“, so Rangnick weiter. Wöber braucht sicherlich auch weitere Spielpraxis in Bremen – doch selbst auf seiner alternativen Position als Linksverteidiger hat sich bei Werder Olivier Deman aktuell festgespielt. Und der Nationalcoach machte ebenfalls deutlich, dass er für das Turnier „keine Wildcards verteilen“ werde.

 

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