Der VfB Stuttgart wird zumindest vorerst auf Finn Jeltsch verzichten müssen. Der 19 Jahre alte Innenverteidiger, der am Sonntag gegen den FC Bayern München bei den ersten beiden Gegentoren keine gute Figur abgegeben hatte, hatte sich bereits beim Stand von 1:0 für den VfB eine Bauchmuskelverletzung zugezogen.
Nach Auswechslung gegen Bayern
In der ersten halben Stunde sah es am frühen Sonntagabend so aus, als könnte der VfB Stuttgart die Meisterschaft des FC Bayern München zumindest noch einmal um eine Woche vertagen. Die Schwaben hielten die Offensive des Rekordmeisters in Schach, kreierten eigene Aktionen und gingen schließlich in der 21. Minute nach einem feinen Steckpass von Bilal El Khannouss durch Chris Führichs Tor in Führung.
Weil sich aber sechs Minuten später Jamal Musiala an der Seitenlinie zu einfach gegen El Khannouss und Finn Jeltsch durchsetzen und anschließend Raphael Guerreiro bedienen konnte und nur zwei Minuten später eben jener Jeltsch einen fatalen Fehlpass in die Füße des Torschützen spielte, was im 2:1 durch Nicolas Jackson mündete, war die Hoffnung auf eine verschobene Meisterfeier schnell passé.
Der bittere Arbeitstag von Jeltsch (kicker-Note 5,5) endete dann bereits zur Pause, als die Münchner dann schon mit 3:1 führten. Wie der VfB nun am Dienstag bekannt gab, lag beim 19 Jahre alten Innenverteidiger eine Bauchmuskelverletzung vor – die er sich offenbar bereits vor den ersten beiden Gegentreffern zugezogen hatte. In der 25. Minute – hier hatte Jeltsch einen Luftzweikampf mit Luis Diaz geführt – sei die Blessur entstanden, im Anschluss hatte er bis zur Halbzeitpause weitergespielt, ehe Luca Jaquez für ihn ins Spiel kam.
Nun wird Jeltsch, der seit seinem Wechsel im Februar 2025 bereits 49 Partien für den VfB absolviert hat, „in den kommenden Tagen vorerst fehlen“, wie es der Klub in seiner Mitteilung formuliert. Das Pokal-Halbfinale gegen den SC Freiburg am Donnerstag (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker) sollte definitiv in die genannte Ausfallzeit fallen, in der Liga ginge es für die Stuttgarter am Sonntag (15.30 Uhr) bei Werder Bremen weiter.
Hoeneß hat genügend Alternativen
Bei der Frage nach einem Ersatz für Jeltsch dürften bei Trainer Sebastian Hoeneß keine großen Schwierigkeiten auftreten. Der 43-Jährige, der ohnehin gerne zwischen Dreier- und Viererkette variiert, hat mit Jeff Chabot, Ramon Hendriks und Jaquez genügend Alternativen, zudem stand an den vergangenen beiden Spieltagen auch der Langzeitverletzte Dan-Axel Zagadou, der letztmals im November zum Einsatz kam, wieder im Stuttgarter Kader.
