Es hatte sich abgezeichnet nach dem gescheiterten Transfer von Fisnik Asllani nach Leipzig: Die TSG Hoffenheim verschlankt ihre Stürmerbelegschaft und gibt Alessandro Vogt vorerst nach Heidenheim ab.
Hoffenheims Neuzugang wird weiterverliehen
An diese Wendung hätte Alessandro Vogt sicherlich nicht geglaubt, als der Schweizer Stürmer Anfang des Monats mit seinem neuen Klub ins Trainingslager im österreichischen Seefeld startete. Da schien noch alles seinen geplanten Lauf zu nehmen. Fisnik Asllani war schon gar nicht mehr mitgereist und stand vor dem Vollzug des Wechsels zu RB Leipzig. Und Vogt hatte seine erste Blessur am Sprunggelenk zügig überwunden und konnte die körperliche Aufholjagd im Kreise der neuen Kollegen beginnen.
Mehr als ein Dutzend Vereine fragten wegen Vogt an
Nach Asllanis geplatztem Transfer aber dürften sich schon erste Sorgenfalten gebildet haben auf der Stirn des für eine festgeschriebene Ablöse von 2,7 Millionen Euro aus St. Gallen geholten Angreifers, denn nicht nur der kicker hatte schnell geschlussfolgert, dass Vogt wohl derjenige Kandidat werden dürfte, der weichen muss, sollte sich tatsächlich der Verbleib Asllanis abzeichnen. So kommt es nun.
Nach kicker-Informationen steht der 21-Jährige unmittelbar vor einer Leihe zum FC Heidenheim. Der Zweitligist hat sich gegen mehr als ein Dutzend Vereine durchgesetzt, die sich um die Dienste des Schweizer Torjägers bemüht hatten, zuletzt war etwa Hannover 96 als chancenreicher Klub gehandelt worden. Nun also haben die TSG-Bosse und der Spieler entschieden, Vogt in Heidenheim in die bewährten Hand von Trainer Frank Schmidt zu begeben. Zuletzt erst hatte Hoffenheim auch gute Erfahrungen mit diesem Modell mit Eigengewächs Hennes Behrens gemacht. Der Linksverteidiger hatte beim FCH wichtige Spielpraxis ergattert und war darauf für 3,5 Millionen Euro zum FC Augsburg gewechselt.
Nach Asllanis Verbleib in die zweite Reihe gerutscht
Dem Vernehmen nach soll für Heidenheim nur eine moderate Gebühr von 250.000 Euro fällig werden und Vogt dort in dieser Saison Spielzeit und Erfahrung auf angemessenem Niveau sammeln. Um dann wohl erst im zweiten Anlauf in Hoffenheim anzugreifen. Für die Heidenheimer sicherlich ein Upgrade, schließlich hatte sich Vogt mit 19 Pflichtspieltoren für den Zweitplatzierten der Schweizer Liga und Cup-Gewinner St. Gallen als einer der besten Torjäger seines Landes profiliert.
In Hoffenheim hatte Vogt einen unglücklichen Start, als er im ersten Testspiel beim 21:0-Kantersieg gegen den Bezirksligisten SGM Massenbachhausen zwar zwei Tore erzielte, dann jedoch unglücklich umknickte und sich am Sprunggelenk verletzte. Deshalb hatte der Schweizer mit italienischem Hintergrund zunächst etwas Rückstand gegenüber den Kollegen aufzuholen und war nach Asllanis überraschendem Verbleib in die zweite Reihe gerutscht.
