Exakt zwölf Wochen dauerte die Pause nach seiner schweren Verletzung bei der WM im Sommer, am Samstag kehrte Nico Schlotterbeck im Spiel gegen den SC Paderborn (3:0) wieder zurück – und dies gleich in der Startelf.
Kovac erklärt Startelfeinsatz
Abgezeichnet hatte es sich durchaus in den letzten Tagen, dass es am Ende gleich ein Startelfeinsatz war, überraschte dann aber doch: Nico Schlotterbeck bestritt am Samstag im Rahmen des 3. Bundesliga-Spieltags sein erstes Spiel seit der WM-Partie gegen die Elfenbeinküste am 20. Juni.
„Es bedeutet mir schon sehr viel“, gab der Abwehrspieler nach dem 3:0 gegen Paderborn bei Sky zu Protokoll. „Fußball ist schon eine Adrenalinsucht. Ich habe es vermisst, es war schon eine schwere Verletzung. Ich bin froh, wieder zurück zu sein“, so der 26-Jährige weiter.
Schlotterbeck: „Haben nicht so viel kommuniziert“
Seine Rückkehr sei aber nur nach Außen recht plötzlich gekommen. „Ich war schon seit vier Wochen am Ball, wir haben einfach nicht so viel kommuniziert, weil ich das nicht wollte und es lieber ruhig angehen wollte“, erklärte Schlotterbeck. „Zuletzt war ich dann eine Woche im Training mit Mannschaft. Es war vom Zeitplan auch so geplant. Dann hat mich der Trainer jetzt gefragt, ob es geht. Ich habe mich bei den Doktoren noch einmal rückversichert. Das hat das letzte Vertrauen gegeben und ich habe richtig Bock gehabt auf heute.“
Warum der Abwehrspieler nicht erst einmal als Joker eingesetzt wurde, machte wiederum Nico Kovac deutlich: „Er hat schon die ganz Zeit wieder hart trainiert“, meinte der BVB-Coach bereits vor dem Spiel, der Schlotterbeck theoretisch auch zugetraut hätte, die 90 Minuten durchzuspielen. Am Ende gab Kovac dem Nationalspieler ein paar Minuten Pause und tauschte ihn in der 77. Minute für Ramy Bensebaini aus.
Flexibilität als Grund für den Startelfeinsatz
Schon am 4. Spieltag vor einem Jahr hatte Schlotterbeck nach langer Knieverletzung sein Comeback gleich in der Startelf gegeben, worauf Kovac verwies. „Ich finde, es ist immer besser gleich von Beginn an, weil man dann gleich wieder wechseln kann, wenn doch etwas ist“, begründete er. Bei einem Joker-Einsatz sei dies womöglich schwieriger.
Schlotterbeck wiederum hatte gleich ein Kompliment für einen Nationalmannschaftskollegen übrig, der als Joker mit einem Doppelpack die Samstagspartie endgültig entschieden hatte: Felix Nmecha. „Das ist halt Felix. Er kann ein Großer werden, wenn er so auftritt.“
