Mitgliederversammlung: Schalke-Boss Hefer im Amt bestätigt

Bei der Mitgliederversammlung des FC Schalke 04 wurde der Aufsichtsratsvorsitzende Axel Hefer in seinem Amt bestätigt. Auf dem zweiten zu besetzenden Platz des Aufsichtsrats wurde Holger Brauner wiedergewählt. Es gab jedoch auch weniger erfreuliche Themen.

Baumann und die S04-DNA

Seit 2021 fungiert Axel Hefer als Chef des Aufsichtsrats beim FC Schalke 04. Fünf Jahre nach seinem Amtsantritt hat er sich am Samstag auf der Mitgliederversammlung erneut zur Wahl gestellt – und die Abstimmung gewonnen. Nach einer emotionalen Aussprache votierte eine klare Mehrheit für den 49-Jährigen.

Auch Holger Brauner wurde erneut in den Aufsichtsrat gewählt. Zwei Plätze im Wahlausschuss wurden turnusgemäß besetzt: Die Mitglieder votierten für Mitja Müller und Dr. Meinolf Weidenbach.

In der zersplitterten Schalker Fanszene gibt es indes Differenzen über die Modalitäten zur Entsendung eines Fanvertreters in den Aufsichtsrat. Bislang genießt der „Schalker Fan-Club Verband“ dieses Recht exklusiv. Andere Fangruppierungen kritisieren das. Doch erst auf der Mitgliederversammlung im nächsten Jahr soll darüber diskutiert und dann womöglich über eine Satzungsänderung abgestimmt werden.

Punktabzüge drohen

Sportlich kehrt Schalke nach drei Jahren bekanntlich in die Bundesliga zurück. Doch die Zukunft wird herausfordernd: Gemäß der Eigenkapitalregel des Bundesliga e.V. muss der Traditionsverein sein negatives Eigenkapital von knapp 100 Millionen Euro um zehn Prozent pro Saison verringern, sonst drohen Punktabzüge.

„Wir wollen uns mit den besten Mannschaften in Deutschland messen, wir wollen wieder dauerhaft erstklassig bleiben.“ (Schalke-Sportvorstand Frank Baumann)

„Dazu sind Transfererlöse notwendig“, sagte Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers unmissverständlich und fand: „Das ist der größte Wettbewerbsnachteil in der Schalker Geschichte.“ Frank Baumann betonte zudem: „Wir müssen den Spagat zwischen sportlichem Erfolg und Transfererlösen hinbekommen.“

Der Sportvorstand sagte aber auch: „Die Herausforderungen wachsen. Das nehmen wir an. Darauf freuen wir uns sogar. Wir wollen uns mit den besten Mannschaften in Deutschland messen, wir wollen wieder dauerhaft erstklassig bleiben. Aggressiv, intensiv, mutig – das ist und bleibt unsere DNA. Wir sind Schalke, das ist unser Anspruch, auch in der Bundesliga.“ Trotz einiger von ihm genannter Hürden: „Wir müssen in einem starken Wettbewerbsumfeld und trotz wirtschaftlicher Herausforderungen den Spagat zwischen dauerhaftem sportlichem Erfolg und stetigen Transfererlösen hinbekommen. Dafür muss unser Scouting aus einem Guss kommen und langfristig angelegt sein.“

 

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