Nach dem Alajbegovic-Modell: Bayer verkauft Sarco an Sporting Gijon

Bayer 04 gibt das argentinische Sturm-Talent Alejo Sarco an den spanischen Zweitligisten Sporting Gijon ab. Wie 2025 bei Kerim Alajbegovics Wechsel zu RB Salzburg kassiert der Werksklub nur eine geringe Ablöse, sichert sich aber eine günstige Rückkaufoption.

Niedrige Ablöse, aber günstige Rückkaufoption

Bislang stellt die Liaison von Alejo Sarco und Bayer 04 Leverkusen keine Erfolgsgeschichte dar. Im Januar 2025 kam der heute 20-Jährige ablösefrei von Velez Sarsfield aus seiner argentinischen Heimat nach Leverkusen, um die Bundesliga zu erobern. Doch da er nach seiner Wechselentscheidung im Sommer 2024 bei Velez aufs Abstellgleis geschoben worden war, musste der Mittelstürmer erst einmal wieder in den Rhythmus finden, was ihm bislang nie so richtig gelang.

Nach drei Joker-Einsätzen in der Bundesliga für Bayer 04 in der Hinrunde der vergangenen Saison wechselte Sarco im Winter auf Leihbasis zu Borussia Mönchengladbach, um dort auch nicht entscheidend voranzukommen. Drei Einwechslungen in der Bundesliga für die Borussia stehen fünf Einsätze in der Regionalliga West (mit zwei Treffern) gegenüber. Eine Bilanz, die klarmacht, dass Sarco einen Neustart auf niedrigerem Niveau benötigt.

Bayer besitzt günstige Rückkaufoption für Sarco

Dieser soll ihm jetzt in La Liga 2 gelingen. Dorthin verkauft Leverkusen den U-20-Nationalspieler an Sporting Gijon. Der Deal wird in den nächsten Tagen offiziell über die Bühne gehen. Und zwar für eine sehr überschaubare Ablösesumme von weniger als einer Million Euro. Was aber nicht heißt, dass Bayer keinerlei Entwicklungsmöglichkeiten mehr bei Sarco sieht, dessen Vertrag in Leverkusen noch bis 2029 datiert ist bzw. war. So lässt sich der Klub entsprechend der niedrigen Ablöse eine günstige Rückkaufoption in den Transfervertrag festschreiben.

Startet Sarco also in Gijon durch, könnte sich Leverkusen die dann folgende Wertsteigerung zunutze machen, den Spieler unter Marktwert zurückkaufen und dann gegebenenfalls teuer verkaufen. Ein Modell, das Bayer 04 vor einem Jahr erfolgreich bei Kerim Alajbegovic anwendete: Damals gab Bayer den Bosnier für eine Ablöse in Höhe von zwei Millionen Euro an RB Salzburg und holte den Shootingstar der österreichischen Bundesliga für acht Millionen Euro per Rückkaufoption zurück. Jetzt steht der 18-Jährige vor einem Transfer in die Serie A – und soll inklusive Boni mehr als 30 Millionen Euro einbringen.

 

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