Bei der personellen Neuaufstellung von Eintracht Frankfurt ist Noel Aseko ein wichtiges Puzzleteil. Der U-21-Nationalspieler bringt viel mit, braucht aber noch den passenden Partner im Mittelfeld.
Noch kein Durchbruch bei Onyedika
Noch im Frühjahr 2025 spielt Noel Aseko drittklassig in der zweiten Mannschaft von Hannover 96. Der für eineinhalb Jahre vom FC Bayern ausgeliehene Youngster braucht Geduld, ehe er in der 2. Liga erst am 34. Spieltag der Saison 2024/25 eine Chance erhält. Doch ab diesem Zeitpunkt kann den Mittelfeldspieler niemand mehr bremsen.
Aseko als wichtiger Verbindungsspieler
Aseko steht in der vergangenen Spielzeit 30-mal in der ersten Elf, bereitet sieben Treffer vor, schießt drei Tore selbst und erreicht einen starken kicker-Notenschnitt von 3,02. Hannover aktiviert bei der Bayern-Leihgabe zwar die Kaufoption, doch die Münchner ziehen die Rückkaufoption und holen Aseko zurück. Ursprünglich plant der Rekordmeister sogar mit dem 20-Jährigen, entschließt sich dann aber doch für einen Verkauf.
Darauf hat man bei der Eintracht gelauert. Am Wochenende unterschreibt der gebürtige Berliner bis 2031 am Main, zwölf Millionen Euro Sockelablöse fließen an den FC Bayern. Sportvorstand Markus Krösche betont Asekos „gesunden Offensivdrang“ und dessen „außergewöhnliches Antizipationsvermögen“.
Aseko ist mehr Achter als Sechser, ein Verbindungsspieler zwischen Offensive und Defensive. Technisch versiert, 34,8 km/h schnell und mit einem hohen Maß an Spielintelligenz gesegnet. „Noel ist ein Spieler mit enormer Handlungsschnelligkeit. Er hat einen guten Tiefengang und die Bereitschaft, zum richtigen Zeitpunkt rauszuschießen und Bälle zu erobern“, sagt Christian Titz, sein Trainer in Hannover.
Onyedika als perfekter Partner im Mittelfeld?
Mit seinen Fähigkeiten im Umschaltspiel dürfte Aseko unter Frankfurts neuem Trainer Adi Hütter eine wichtige Rolle einnehmen. Allerdings fehlt der Eintracht weiterhin ein physisch starker Sechser zur Absicherung. Nur allzu gerne würden die Hessen deshalb Raphael Onyedika von Club Brügge unter Vertrag nehmen. Dort steht der Nigerianer nur noch ein Jahr unter Vertrag. Doch eine Verpflichtung gestaltet sich bislang schwierig. Ob sich die Hessen im Poker durchsetzen können, ist schwer einzuschätzen. Deshalb ist auch Leverkusens Robert Andrich ein Thema.
Die Aseko-Verpflichtung erhöht den Druck auf Hugo Larsson. Auch der hochveranlagte Schwede ist in der Achter-Rolle am besten aufgehoben, stagniert aber schon länger in seiner Entwicklung. Ein Wechsel in diesem Sommer ist möglich, der 22-Jährige wird in der Premier League angeboten.
