Goretzka wie 2017 – und mit einer neuen Rolle gegen PSG?

Wie viele Spiele Leon Goretzka noch im Bayern-Trikot verbleiben, entscheidet sich am Mittwoch. Seine Rolle gegen Paris wird interessant.

Bayerns Mittelfeldspieler auf Abschiedstournee

Ob ein bisschen Wehmut im Torjubel lag? Der eine oder andere beim FC Bayern will das gesehen haben, als Leon Goretzka am Samstag gegen Heidenheim erst einen Freistoß zum 1:2 versenkte und später nach einer Ecke ausglich. „Hatte ich auch das Gefühl“, meinte zum Beispiel Joshua Kimmich, der jede von Goretzkas acht Spielzeiten beim FC Bayern gemeinsam mit ihm bestritten hat.

Im Sommer ist Schluss für den Ex-Schalker, sein Vertrag wird nicht verlängert. Überrascht war kaum einer, als die Nachricht im Januar vermeldet wurde. Im Sommer zuvor hatten die Bayern ihrem verdienten Mittelfeldspieler ja bereits den roten Teppich für einen Wechsel ausgerollt, im Sommer davor ebenfalls. „Er hat sich zurückgekämpft“, lobt Sportvorstand Max Eberl.

Selbst im vergangenen Winter hätte Goretzka gehen können, Atletico Madrid soll intensiv geworben haben. Der inzwischen 31-Jährige blieb und bewies „ein gutes Näschen“, wie Eberl findet. Schließlich wird er einerseits gebraucht beim FC Bayern, andererseits könnte er sich nun im Juni mit einem Triple durch die ganz große Tür verabschieden.

Was dann passiert, überlässt Eberl dem Spieler und „seinen Leuten“. Sicher ist sich der Sportvorstand zumindest, dass es für Goretzka „in einer europäischen Top-Mannschaft weitergehen“ werde, ob das dann in Italien (die AC Mailand soll großes Interesse haben) oder Spanien (doch Atletico?) sein wird. „Dass er viele Anfragen hat, überrascht mich nicht“, sagt Eberl. „Es freut mich für ihn, das hat er sich verdient.“

„Ich darf nicht allzu oft schießen, deshalb kann ich mich noch gut erinnern.“ (Goretzka über sein erstes Freistoßtor seit 2017)

Abgeschrieben wurde dieser Leon Goretzka schließlich schon unzählige Male, seit er beim FC Bayern nicht mehr zum klaren Stammpersonal zählte und am Ende fast immer doch Stammspieler war. Erst in dieser Saison ist Aleksandar Pavlovic die klare Nummer eins auf der Doppelsechs neben Kimmich. Und während einer von beiden regelmäßig für die großen Spiele in der Champions League sowie im Pokal geschont wird, stand Goreztka zuletzt in sechs Ligaspielen in Folge in der Startelf, spielte mindestens solide und steuerte sogar zwei Vorlagen und drei Tore bei.

Eines davon, jener Anschlusstreffer gegen Heidenheim, fiel besonders schön aus. „Ich darf nicht allzu oft schießen, deshalb kann ich mich noch gut erinnern“, sagte Goretzka selbst über seine überschaubare Freistoß-Historie. „War, glaube ich, zu Schalker Zeiten.“ Tatsächlich, beim 1:1 gegen Leverkusen im Jahr 2017 hatte er erst- und bis Samstag letztmals einen ruhenden Ball direkt verwandelt.

Gegen PSG droht Goretzka wieder die Bank – und trotzdem eine Rolle?

Einen Startelfplatz am Mittwoch (21 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen PSG dürfte Goretzka der Doppelpack trotzdem nicht verschaffen, außer Trainer Vincent Kompany entscheidet sich vor dem gesetzten Sechser-Duo für den körperlich robusteren Goretzka im Vergleich zu Jamal Musiala, der sowohl in Paris als auch am Samstag gegen Heidenheim blass blieb. Sehr wahrscheinlich erscheint dieses Szenario allerdings nicht.

Goretzka, glaubt Eberl, „kann eine sehr, sehr wichtige Rolle spielen“, vielleicht ja auch dann in der Schlussphase, wenn es weiter eng ist und die Bayern jeden Energieschub gebrauchen können. Ob ihm dann neben den zwei Ligaspielen und dem Pokal-Finale auch ein Champions-League-Endspiel im Bayern-Trikot verbleibt, dürfte Goretzka selbst mitentscheiden.

Und dann ist sie irgendwann vorbei, die Zeit beim FC Bayern. „Man merkt natürlich, dass es ihm bewusst wird“, findet Kimmich. „Dass dann die Zeit zu Ende geht, ist für alle und für mich auch emotional. Wir haben ja sehr, sehr lange zusammengespielt, deswegen glaube ich schon, dass das ein Stück weit im Kopf ist nach so einer langen Zeit.“

 

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