Gladbach-CEO Stegemann stößt das Thema Investoren neu an

Borussia Mönchengladbach erschließt in diesem Sommer eine neue Geldquelle. Der Finanz-Boss bringt für die Zukunft weitere Optionen ins Spiel.

Nach der Vermarktung des Stadionnamens

Aus dem Borussia-Park wird der Ista-Borussia-Park. Ab dem 1. Juli tritt der im November 2025 geschlossene Deal über den Verkauf des Stadionnamens offiziell in Kraft. Mindestens bis zum 30. Juni 2031 trägt das klubeigene Stadion des fünfmaligen deutschen Meisters den Namenszusatz des Energiedienstleisters Ista, der im vergangenen Sommer schon als Nachhaltigkeitspartner bei der Borussia eingestiegen war. Zwischen viereinhalb und fünf Millionen Euro kassiert der Fohlenklub pro Jahr.

Mit dem erstmaligen Verkauf des Stadionnamens geht die Borussia einen neuen Weg und erschließt eine bis dahin ungenutzte Einnahmequelle. Ob in Zukunft noch ein anderer, viel größerer Schritt folgt?

„Wir haben schon noch Optionen, über die wir nachdenken müssen. Andere Vereine tun es auch.“ (CEO Dr. Stefan Stegemann)

CEO Dr. Stefan Stegemann hat jetzt wieder laut über eine weitere Möglichkeit nachgedacht: den Einstieg von Investoren.

„Wir haben schon noch Optionen, über die wir nachdenken müssen. Andere Vereine tun es auch. Wir sehen beim HSV, dass dort Genossenschaftsmodelle wirksam werden. Wir sehen es bei Schalke 04, dem FC St. Pauli. Es gibt noch Möglichkeiten, bei Borussia Mönchengladbach einiges zu gestalten“, sagte Stegemann im Vereins-Podcast „FohlenPodcast – Standpunkte“. Der Gladbacher Finanz-Boss, der zum 1. Januar 2025 den langjährigen Finanz-Geschäftsführer Stephan Schippers (zog sich nach 25 Jahren im Amt freiwillig zurück) abgelöst hatte, hält die Veräußerung von Anteilen in der Zukunft nicht für ausgeschlossen. „Vielleicht ist im Rahmen eines Genossenschaftsmodells die Option drin, dass man sagt, man ist auch mit dem einen oder anderen Investor einverstanden, weil er gut zu Borussia und den Werten des Vereins passen würde.“

Umsetzung eines Investorenmodells nur mit Zustimmung der Mitglieder

Stegemann selbst findet ein solches Modell „für die Zukunft durchaus interessant“. Für eine Umsetzung bräuchte es allerdings die Zustimmung der Mitglieder – über die Mitgliederversammlung. „Das geht nur mit den Mitgliedern und nur mit den Fans zusammen. Ich kann an der Stelle nur animieren, dass man da mal drüber nachdenkt“, sagte der 62-Jährige.

Gedankenspiele um strategische Partnerschaften, wie sie in der Bundesliga zum Beispiel der FC Bayern eingegangen ist, gab es im Borussia-Park in der Vergangenheit immer mal wieder. Stegemann betonte bezüglich eines möglichen Einstiegs von Investoren im Podcast allerdings auch: „Borussia braucht es nicht unbedingt. Aber wenn man davon träumt, sich besser zu platzieren oder europäisch spielen zu wollen, dann hilft so etwas natürlich schon.“

 

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