Den Start in die neue Saison hatten sich die Bremer sicher anders vorgestellt, am Ende setzte es aber ein 1:4 in Freiburg. Niclas Füllkrug fand es dennoch „nicht so negativ“ und lieferte Erklärungsversuche.
Bremens Standortbestimmung
Nach dem 1:4 in Freiburg war die Bremer Stimmung natürlich im Keller. „Ein Start, den wir uns anders vorgestellt haben“, stellte Kapitän Marco Friedl bei DAZN fest und ärgerte sich über die Gegentore in Hälfte eins. Vor allem der Kopfballtreffer zum 0:1 von 1,75-Meter-Mann Yuito Suzuki wurmte den Österreicher. „Ein Standardtor, wo mit der kleinste Spieler frei zum Kopfball kommt“, dürfe einfach nicht passieren. „Es kann nicht sein, dass der Ball auf Brusthöhe eingeköpft wird.“
Und nach dem Seitenwechsel hätten zehn Minuten ausgereicht, „um das Spiel komplett zu entscheiden“. Trainer Daniel Thioune lobte zwar, dass seine Elf aktiv war, beklagte aber Konstanz. „Die Aktivität war gut, man muss aber die Intensität über 90 Minuten aufrechterhalten“, so der Coach, der auch darauf verwies, dass der Kader der Bremer „noch nicht fertig“ sei. In eine ähnliche Richtung stieß auch Stürmer Niclas Füllkrug, der auch auf den Ausfall von Leistungsträger Jens Stage verwies.
„Wir hatten gestern einen großen Verlust, das geht nicht spurlos an der Mannschaft vorbei. Wir haben ihn auch auf dem Platz vermisst, das war auch erkennbar“, sagte der Routinier und meinte, dass man auch deshalb vor dem Spiel nicht so genau wusste, wo man steht. „Wir standen ein bisschen im Dunkeln. Wo stehen wir? Wie weit sind wir? Wie gut sind wir?“
Lehrgeld in Freiburg
Für Füllkrug ist klar, dass man zwar „eine Mannschaft mit einer gewissen Qualität“ beisammen hat, bei der „aber die Connections und die Automatismen noch nicht so da sind. Das bringt es mit sich, wenn du bei einem Verein spielst, der Jahr für Jahr versucht, Spieler zu entwickeln.“
In Freiburg habe man Lehrgeld bezahlt. „Wir sind gut reingekommen, die Abläufe haben in den ersten zehn Minuten gepasst. Dann verändert so ein unglückliches Gegentor das ganze Spiel und leider haben wir danach ein, zweimal abreißen lassen und kassieren die Tore. Das passiert, heute war ein Tag zum Lernen“, so der 33-Jährige, der unter dem Strich die Niederlage dennoch „nicht so negativ“ sieht. Jetzt gelte es, „so schnell wie möglich Automatismen – besonders gegen den Ball – auf den Platz zu bringen, dann werden auch bessere Ergebnisse kommen“.
