Aus der kalten Hose in die heiße Hütte: Viel Lob nach Atubolus Eintracht-Debüt

Torhüter Noah Atubolu hatte kaum Zeit, um in Frankfurt anzukommen. Schon einen Tag nach der Vollzugsmeldung stand er im Kasten – und bestand die Feuertaufe an der Alten Försterei mit Bravour.

„Sensationell gute Leistung“

Es dauerte exakt zwei Minuten und 56 Sekunden bis zur ersten kalten Dusche im Hexenkessel an der Alten Försterei. Nach einer Ecke stimmte die Zuteilung nicht, schon zappelte der Ball im Netz. Noah Atubolu war bei diesem Gegentreffer machtlos, ebenso wie bei den weiteren Gegentoren in der Schlussphase.

Mit mehreren Glanztaten sorgte der Keeper dafür, dass das Spiel nicht noch früher kippte. „Er kam aus der kalten Hose direkt ins Tor, strahlte Sicherheit und Souveränität aus. Das war eine sehr gute Leistung“, lobt Sportvorstand Markus Krösche.

Hütter begründet die Wachablösung

Auch von Kapitän Robin Koch erntet Atubolu anerkennende Worte: „Atu hat ein super Spiel gemacht und ein, zwei Dinger überragend rausgeholt. Für sein Alter verfügt er schon über viel Erfahrung in der Bundesliga und auch international. Er hat gezeigt, wie er uns weiterhelfen kann.“

Kaua Santos schmorte auf der Bank. „Zuerst war der Gedanke da, dass wir mit Kaua Santos als Nummer 1 in die Saison gehen. Nach dem Spiel in Brentford gab es ein Umdenken, er hat uns zum Zweifeln gebracht“, begründet Hütter die Wachablösung im Tor. Beim 23-jährigen Brasilianer bleibt abzuwarten, ob er zwecks Spielpraxis noch einen Wechsel anstrebt. Im Falle eines Abgangs müsste noch ein Ersatzmann kommen, da sich Michael Zetterer wie erwartet Leeds United anschloss.

Erst am Donnerstag hatte Atubolu in Frankfurt den Medizincheck absolviert, am Freitagmorgen wurde der Wechsel von Freiburg nach Frankfurt offiziell verkündet. Der Keeper kommt für eine Million Euro auf Leihbasis. Bei leicht zu erfüllenden Bedingungen greift im kommenden Sommer eine Kaufpflicht über 12,5 Millionen Euro. Das starke Debüt lässt hoffen, dass die Probleme auf der Torwartposition der Vergangenheit angehören. Hütter spricht gar von einer „sensationell guten Leistung“ des 24-Jährigen.

Ebnoutalib wandelt auf Kanes Spuren

Geradezu märchenhaft verlief der Start für Stürmer Younes Ebnoutalib, der einen Dreierpack schnürte. Damit tritt er in berühmte Fußstapfen: Drei Tore am 1. Spieltag gelangen zuvor Harry Kane im August 2025. Bemerkenswert: Jeder Torschuss landete im Netz. Eine solche 100-Prozent-Quote bei mindestens drei Abschlüssen schaffte nicht mal der aktuelle Bundesliga-Torschützenkönig. Die letzten Profis, denen dieses Kunststück gelang, hießen Yan Diomande, Vincenzo Grifo, Patrik Schick, Jadon Sancho und Erling Haaland.

Bitter, dass der Hattrick nicht zum Sieg reichte. Ein Schicksal, das Ebnoutalib an einem 1. Spieltag mit zwei weiteren Dreierpackern teilt: Schalkes Ingo Anderbrügge 1992 (3:4 gegen Wattenscheid) und Dresdens Olaf Marschall 1993 (3:3 beim VfB Leipzig).

 

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