Aouchiche in Schalkes Kreis der 2030er – und ein wichtiges Detail

Der nächste Leistungsträger hat seinen Vertrag langfristig verlängert. Grund zur Freude gibt es für Schalke 04 dabei auch aus einem anderen Grund.

Offensivspieler bekennt sich zum Aufsteiger

Der FC Schalke 04 hat sich in der allmählich zu Ende gehenden Sommertransferphase nicht nur um die Anpassung des Kaders gekümmert. Spieler wie Maximilian Wöber, Junior Adamu oder Eric Junior Dina Ebimbe sind neu hinzugekommen, Felipe Sanchez, Christopher Antwi-Adjei oder Tomas Kalas wurden verabschiedet, auf Leihbasis abgegeben oder in die U 23 verfrachtet, weitere Abgänge sind möglich. Christian Gomis etwa, aus wirtschaftlichen Gründen weiterhin aber auch Moussa Sylla, der dem chronisch von einem Punktabzug bedrohten Klub wichtige Millionen zur Erfüllung der Eigenkapitalauflage einbringen könnte. Auffällig: Ein Schwerpunkt im Verlauf des Transfersommers lag bei Schalke 04 auch darauf, bestehende Verträge vorzeitig zu verlängern (und nach dem Aufstieg finanziell anzupassen).

Seit Juni gilt der Vertrag von Torwart Loris Karius bis 2028. Im Juli erhielten Mertcan Ayhan und Soufiane El-Faouzi neue Arbeitspapiere. Im August schloss sich Vitalie Becker an. Wenige Stunden vor dem Anpfiff der Partie in Augsburg erfolgte im Sport1-Doppelpass in Person von Schalkes Sportdirektor Youri Mulder nun die offizielle Bekanntgabe der Vertragsverlängerung von Adil Aouchiche. „Wir haben mit ihm um vier Jahre verlängert“, bestätigte Mulder. Wie Ayhan, El-Faouzi und Becker ist damit ab sofort auch der Offensivspieler bis 2030 an die Königsblauen gebunden.

Schalke auf größtmögliche Transfererlöse angewiesen

Seinen Wert für die Mannschaft konnte Aouchiche zum Liga-Start beim FC Augsburg (0:3) nicht in der gewohnten Form unter Beweis stellen. Seine auffälligste Szene hatte er in der 41. Spielminute, als er den Ball nach einem Zuspiel von Sylla (kam aus abseitsverdächtiger Position) am FCA-Tor vorbeischoss.

In der Hinrunde der Zweitliga-Saison 2025/26 wussten die Schalker mit einer erstaunlichen Defensivstabilität zu überzeugen, das Spiel nach vorn ließ derweil arg zu wünschen übrig. Um die Aufstiegschance zu wahren, musste das Offensivspiel zwingend weiterentwickelt werden. Diesem Umstand trugen die Verantwortlichen Rechnung, indem sie auf dem Transfermarkt entsprechend aktiv wurden – neben Edin Dzeko, Dejan Ljubicic und Moussa Ndiaye wurde auch Aouchiche verpflichtet, der damals einen leistungsbezogenen, bis 2027 gültigen Vertrag unterschrieb.

Aouchiches Vertrag enthält keine Ausstiegsklausel

Das Arbeitspapier hätte sich bei einer bestimmten Anzahl an Einsätzen in der nun begonnenen Saison automatisch verlängert. Bei dieser Aussicht wollten es die Schalker aber nicht belassen. Wichtig dabei: Eine Ausstiegsklausel soll der neue Vertrag nicht enthalten, was vor allem wichtig für einen Verein wie Schalke 04 ist, der auf Jahre hinaus auf größtmögliche Transfererlöse angewiesen sein wird.

 

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