Der Abstiegskampf in der Bundesliga könnte sich am Sonntag endgültig zuspitzen. Ein Heidenheimer Sieg mit zwei Toren Unterschied in Köln würde für den ultimativen Showdown am letzten Spieltag sorgen.
St. Pauli und Wolfsburg schauen nach Köln
Wirklich schlauer wurden die Fans des FC St. Pauli und des VfL Wolfsburg am Samstag nicht. Die Kiezkicker verloren ihr Auswärtsspiel bei RB Leipzig, das sich dadurch das CL-Ticket sicherte, mit 1:2. Und auch die Wölfe unterlagen gegen Meister Bayern München mit nur einem Tor Unterschied (0:1).
An der Ausgangslage für den Showdown am letzten Spieltag, wenn Wolfsburg tatsächlich am nächsten Samstag (alle 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) am Hamburger Millerntor antritt, hat sich nichts geändert. Das Heidenheimer Auswärtsspiel beim 1. FC Köln an diesem Sonntag (17.30 Uhr) könnte allerdings sehr wohl etwas an der Situation im Tabellenkeller ändern. Spitzt sich die Situation sogar gewaltig zu?
Gewinnt die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt beim durch den Bayern-Sieg bereits geretteten 1. FC Köln, hätten Wolfsburg, St. Pauli und Heidenheim allesamt 26 Punkte auf dem Konto. Siegt der FCH gar mit zwei Toren Unterschied, hätten Heidenheim und St. Pauli die gleiche Tordifferenz (je -29). Schon jetzt aber hat Heidenheim im Vergleich mit den Hamburgern zehn Tore mehr geschossen – und nur vier weniger als der VfL. Wolfsburg hätte den kleinen Vorteil der besten Tordifferenz (-26), was sich durch das direkte Duell mit St. Pauli aber auch schnell drehen könnte.
Wieder Relegation gegen Elversberg?
Bemerkenswert ist die Situation, weil Heidenheim vor einigen Wochen bereits als abgestiegen galt (O-Ton Schmidt: „Ein Prozent, 0,1 Prozent“). Der FCH verlor dann allerdings nur noch eines der vergangenen sechs Spiele, gewann unter anderem die beiden Heimspiele gegen den 1. FC Union Berlin (3:1), das Steffen Baumgart noch am gleichen Abend den Job kostete, und den FC St. Pauli (2:0). In der Vorwoche rettete Meister Bayern München zu Hause mit Ach und Krach ein Remis gegen Heidenheim – in der zehnten Minute der Nachspielzeit traf Michael Olise zum 3:3.
Gewinnt Heidenheim nun in Köln, läge das Momentum beim Abstiegstrio ziemlich deutlich beim FCH. Dieser bekommt es im Bundesliga-Finale am nächsten Samstag mit dem 1. FSV Mainz 05 zu tun, der nur eines seiner vergangenen fünf Pflichtspiele gewinnen konnte – und dabei drei Niederlagen kassierte. Der einzige Sieg? Ein 2:1 auf St. Pauli, durch das sich die Rheinhessen ebenfalls den Klassenerhalt bereits sicherten.
Auf Heidenheim könnte im Fall der Fälle ein Déjà-vu warten: Wie in der Vorsaison könnte der FCH theoretisch noch in der Relegation auf die SV Elversberg treffen. Und gegen einen ähnlichen Ausgang wie im Mai 2025 hätte Schmidt jedenfalls nichts einzuwenden.
