Zukunft offen, aber: „Ein Dieter Hecking hat immer Lust zu arbeiten“

Nach 29 Jahren im Oberhaus spielt der VfL Wolfsburg künftig wieder 2. Bundesliga. Ob die Wölfe die Mission Wiederaufstieg mit Cheftrainer Dieter Hecking angehen, ließ Diego Benaglio kurz nach dem Spiel offen.

VfL-Coach kann Abstieg nicht verhindern

Es hat nicht geklappt. Wie schon beim VfL Bochum in der vergangenen Saison ist Dieter Heckings Rettungsmission auch beim VfL Wolfsburg fehlgeschlagen. Der Pokalsieger-Trainer von 2015 konnte den Abstieg der Wölfe elf Jahre später nicht verhindern. Am Ende sorgte eine 1:2-Niederlage nach Verlängerung im Relegationsrückspiel beim SC Paderborn für bittere Gewissheit – und das, obwohl der 61-Jährige dem „finalen Endspiel“ vorab noch betont gelassen entgegengeblickt hatte (Stichwort Landesgartenschau).

Nach dem Absturz in die 2. Liga übernahm Hecking demonstrativ Verantwortung, trotz deutlicher Kritik an Schiedsrichter Felix Zwayer. „Ich bin Trainer und hätte dafür sorgen sollen, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Das ist uns nicht gelungen“, hielt der 61-Jährige lange nach dem Schlusspfiff bei Sat.1 fest. „Ein Abstieg tut natürlich weh, der Schmerz ist groß. Wir haben in den letzten zehn Wochen gemeinsam viel investiert, um das Ziel gemeinsam zu erreichen.“

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Hecking hatte den VfL nach dem 25. Spieltag als Nachfolger von Daniel Bauer auf dem vorletzten Platz stehend übernommen. Am Ende schaffte sein Team vor allem dank des 3:1-Erfolgs am letzten Spieltag beim FC St. Pauli zwar noch den Sprung in die Relegation, insgesamt stehen aber auch nur zwei Siege in elf Partien zu Buche.

Ob er – wie in Bochum – als Cheftrainer mit in die 2. Liga mitgehen will oder darf, blieb am Montagabend erst einmal offen. Ein klares Bekenntnis vermied Aufsichtsrat Diego Benaglio, schloss aber auch ausdrücklich nichts aus. „Jetzt müssen wir erstmal einen Weg finden, mit unserer Enttäuschung klarzukommen und dann den Blick nach vorne zu richten“, sagte der ehemalige Torhüter bei Sky. „Im Moment müssen wir die Emotionen in den Griff bekommen, danach werden wir diese Entscheidung treffen.“

Auch Hecking selbst ließ seine Zukunft offen. „Wir werden es die nächsten ein, zwei Tage mal sacken lassen. Dann werden wir mal sprechen.“ Dass er sich aber nun komplett zurückziehe, ist nicht zu erwarten. Denn: „Ein Dieter Hecking hat immer Lust zu arbeiten“, sagte Hecking abschließend über sich selbst bei Sky.

 

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