„Würde mich sehr freuen“: Onyeka hofft auf Startelfeinsatz gegen Stammverein Leverkusen

Gemischte Gefühle bei SVE-Zugang Francis Onyeka: Erst musste der 19-Jährige auf der Bank schmoren, dann wurde er in Duisburg zum Matchwinner – und freut sich nun auf das Wiedersehen mit seinem eigentlichen Arbeitgeber Leverkusen.

Elversbergs Pokal-Joker

71 Minuten lief das DFB-Pokal-Spiel beim MSV Duisburg bereits, als Elverbergs Coach Vincent Wagner seinen Zehn-Millionen-Marktwert-Mann beim Stand von 1:1 mit den klaren Vorgaben aufs Feld schickte. „Der Trainer meinte, ich solle Gas geben und das Siegtor schießen – und das habe ich dann auch gemacht“, freut sich Francis Onyeka über die gelungene Pflichtspielpremiere, lieferte gleich doppelt und bewahrte Elversberg kurz vor Schluss mit zwei Treffern in nur drei Minuten vor einer Verlängerung.

Gegen tiefstehende Zebras tat sich der frischgebackene Bundesligist lange schwer, spielte ungewohnt viele Fehlpässe im Spielaufbau, wirkte ohne den rotgesperrten Kapitän Lukas Pinckert in der Abwehr nicht immer sattelfest und nach vorn zwar geduldig, aber meist auch ideenlos – bis Onyeka in die Partie kam. Der Leihspieler von Bayer Leverkusen riss das Spiel sofort an sich, sorgte für mehr Intensität und bewies vor dem Tor Kaltschnäuzigkeit. Onyekas Gala-Auftritt könnte seine Chancen, am Samstag beim Bundesligaauftakt gegen seinen Stammverein Leverkusen in der Startelf zu stehen, erheblich verbessert haben.

Duell um die Startelf mit Darvich

Im Kopf-an-Kopf-Rennen um die Nachfolge des zur TSG Hoffenheim zurückgekehrten Spielmachers Bambasé Conté hatte eigentlich der ebenfalls hochtalentierte und ebenso junge Noah Darvich (wie Onyeka 19) ganz knapp die Nase vorn. Der Leihspieler des VfB Stuttgart hatte seinen Vorteil genutzt. Seit Beginn der Vorbereitung hatte er mit der SVE trainieren zu können, und sich, obwohl er letzte Saison bei Stuttgarts Drittliga-Team fast ausschließlich auf der rechten Außenbahn zum Einsatz gekommen war, auf der Zehn sofort wohlgefühlt und in den Testspielen als Vorbereiter und Torschütze überzeugt. Währenddessen war Onyeka als Kapitän der deutschen U 19 noch bei der EM in Wales, stieg zwar als Vize-Europameister, aber mit drei Wochen Verspätung ins Training ein und musste sich aufgrund dieses Rückstandes zunächst hinten anstellen.

„Ich selbst mache mir gar keinen Druck“, nimmt Onyeka die Challenge geduldig, aber auch durchaus selbstbewusst an: „Ich weiß, was ich kann, und wenn ich nicht in der Startelf stehe, dann ist es so; dann gebe ich Gas, wenn ich reinkomme.“

Gerade gegen seinen Stammverein würde der Youngster sein Können aber natürlich gerne von Anfang an zeigen. „Ich würde mich sehr darüber freuen, werde alles dafür tun, dass die drei Punkte in Elversberg bleiben.“ Trainer Wagner hat jetzt die Qual der Wahl, welchem seiner Top-Talente er den Vorzug gibt. Möglich, wenn auch eher unwahrscheinlich, wäre, beide von Beginn an spielen zu lassen. Onyeka hat schon bewiesen, dass er auch im Sturm oder auf der Acht performen kann.

 

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