Unter den Hoffenheimer Verstärkungen ist Patrick Wimmer (25) der Routinierteste. Der frühere Wolfsburger unterstrich mit zwei Toren und einer Vorlage gleich im ersten Pflichtspiel seine Klasse und Ambitionen.
Traumstart für Hoffenheims Neuzugang
Als Adam Daghim zur TSG stieß, hatte der Däne mit Red Bull Salzburg bereits eine komplette Vorbereitung in den Beinen. Österreichs WM-Fahrer Patrick Wimmer dagegen startete zeitgleich nach einem entsprechend längeren Sommerurlaub im Hoffenheimer Trainingslager in Seefeld in seine persönliche Vorbereitung. Doch beim ersten Pflichtspiel am Samstag im Pokal in Aue (4:0) stand Wimmer in der Startelf auf der linken Offensivseite.
„Beide bieten unterschiedliche Facetten. Wir haben uns dafür entschieden, in engen Räumen, die wir erwartet haben bei einem tiefstehenden Gegner, dass da die Wucht von Wimsi von Beginn weg die bessere Strategie ist“, erläuterte Trainer Christian Ilzer, unter dem Wimmer einst in Österreich den Schritt in den Profifußball vollzogen hatte, „wenn das Spielfeld offener wird, dann noch mal mit der Schnelligkeit von Adam Daghim nachzulegen, das ist natürlich für den Gegner auch nicht das Angenehmste. Beide haben das sehr gut gemacht.“
„Er war sehr dynamisch, und auch was die Statistik angeht, hat Wimsi schon geliefert“ (Andreas Schicker)
Vor allem Wimmer. Der für zehn Millionen Euro vom Absteiger VfL Wolfsburg geholte Offensiv-Allrounder legte im ersten Pflichtspiel für seinen neuen Klub sofort los, als wolle er sich, den neuen Kollegen und überhaupt allen beweisen, was er zu bieten hat. Schon nach fünf Minuten prüfte der Wirbelwind erstmals Aues Torhüter Martin Männel, eine Minute später vollstreckte Wimmer eiskalt zum frühen und wichtigen 1:0, legte wenig später bravourös auch das 2:0 für Wouter Burger auf und besorgte unmittelbar vor dem Pausenpfiff auch die Vorentscheidung zum 3:0.
„Das hat er sehr heute gut gemacht, er war sehr dynamisch, und auch, was die Statistik angeht, hat Wimsi schon geliefert“, lobte auch Sportgeschäftsführer Andreas Schicker, „aber ich finde, auch alle anderen haben eine sehr konzentrierte Leistung gebracht.“
Sein Landsmann Wimmer jedenfalls hat mit dieser Leistung schon mal seine Ansprüche in Sachen Startelf und Stammplatze eindrucksvoll angemeldet. „Ich hoffe, dass es ein Statement war“, legte Wimmer nachher auch verbal nach, „aber das muss der Trainer entscheiden. Wir haben so viele Spiele diese Saison, da ist es nicht möglich, immer in der Startelf zu stehen und die volle Energie auf den Platz zu bringen, da muss man offen und ehrlich kommunizieren.“
Wimmer ist ein polyvalenter Spieler
Wimmer kann neben den von Ilzer betonten taktischen Überlegungen auch mit seiner Vielseitigkeit punkten, im Grunde ist der Rechtsfüßer im Offensivbereich überall einsetzbar, nach einer Stunde und Daghims Einwechslung wechselte der 25-Jährige eben auf die rechte Seite, kann aber auch als Sechser, Achter oder sogar als Außenverteidiger spielen. „Unser Kader ist gut besetzt, da kann man viele Spieler in die Startelf bringen, man hat gesehen, dass auch die, die reinkamen, gleich einen Impact bringen, das wird wichtig sein diese Saison“, ahnt Wimmer.
Der Neuzugang freut sich nun umso mehr auf den mit Wolfsburg stets verpassten Europacup. „Wir haben sehr viel individuelle Klasse, aber auch als Team habe ich einen sehr geilen Eindruck bekommen, seit ich da bin, ich bin froh, dass ich hier bin, es ist eine sehr junge und hungrige Truppe, aber auch mit einigen sehr erfahrenen Spielern.“ Zu denen zählt auch Wimmer.
