Die starken WM-Auftritte von Felix Nmecha haben das Interesse am Sechser angeheizt. In Dortmund ist er als Teil der Achse eingeplant, ein Verbleib ist dennoch nicht sicher.
Das Interesse am Mittelfeldspieler steigt
Es waren nur zwei Bundesliga-Partien, deren Ausgang für beide Teams zu diesem späten Saison-Zeitpunkt schon unerheblich war. Doch für einen auf dem Platz war es mehr. 17 Minuten gegen Eintracht Frankfurt und 90 Minuten bei Werder Bremen, in denen Felix Nmecha keine herausragenden Aktionen benötigte, um dennoch ein wichtiges Signal zu senden: Ich bin bereit. Bereit für die WM, bereit für die Nationalmannschaft, bei der Julian Nagelsmann den Nominierungszeitpunkt auch seinetwegen nach hinten verschoben hatte. Denn zuvor hatte der 25-Jährige rund sechs Wochen wegen eines Bänderrisses im Knie gefehlt, die Zeit lief davon.
Nmecha soll Teil der Achse bleiben
Und gleichzeitig war das Fehlen von Nmecha vielleicht auch ein wichtiger Fingerzeig für den Bundestrainer. Ohne den Dynamiker zwischen den Strafräumen mit den langen Schritten hatte der BVB in einigen Partien auffällige Probleme, das Mittelfeld zu überbrücken, mit Tempo ins gegnerische Drittel zu kommen und einen strukturierten Spielaufbau zu schaffen. „Er hat die Gabe, enge Räume zu bespielen, weil er eine gute Vororientierung und eine gute technische Ausbildung hat“, musste Trainer Niko Kovac zugeben: „Klar sind wir am Ende der BVB, aber der BVB ohne Felix ist ein anderer als mit.“ Ein schlechterer, zumindest in dieser Saisonphase.
Kein Wunder, dass die neue Dortmunder Elf um Nmecha als Teil einer zentralen Achse aufgebaut werden soll. Doch nicht nur die Zukunft von Nico Schlotterbeck und Serhou Guirassy als weiteren Leistungsträgern ist aktuell noch nicht abschließend geklärt, auch Nmecha hat sich in den Fokus der europäischen Topvereine gespielt. Die beiden starken Auftritte bei der WM gegen Curacao (kicker-Note 2) und gegen die Elfenbeinküste (1) haben das Interesse am Sechser weiter angeheizt.
Der Sommer ist noch lang
Zahlreiche Interessenten aus dem oberen Regalbrett sollen Nmecha beobachten, mögliche weitere Glanzleistungen im DFB-Trikot werden die Nachfrage nicht kleiner werden lassen. Besonders ein Wechsel auf die Insel könnte für den Deutsch-Engländer reizvoll sein, weil der gebürtige Hamburger, dessen Familie 2007 auswanderte, ab 2008 in der Akademie von Manchester City ausgebildet wurde. Deswegen fällt er unter die Homegrown Player Rule, mindestens acht solcher Spieler müssen im Kader der Premier-League-Teams stehen.
Anders als in den kommenden beiden Sommern besitzt Nmecha 2026 keine Ausstiegsklausel. Die Verantwortlichen beim BVB können nach der Vertragsverlängerung im März also einigermaßen entspannt verfolgen. Die Schmerzgrenze liegt bei rund 100 Millionen Euro, zu viel für die meisten Klubs. Aktuell geht die Tendenz zu einem Verbleib in Dortmund, der Sommer und die WM sind aber noch lang.
