Während der 1. FC Köln in der Bundesliga um den Klassenverbleib kämpft, stellt sich der Traditionsklub in der Sportlichen Führung neu auf. Dafür kommt neben einem prominenten Zugang auch ein Spezialist für die zweite Reihe.
FC holt auch einen neuen Scout
Bereits am Montag wurde publik, dass Tim Steidten neuer Kaderplaner beim 1. FC Köln werden soll. Der einst für Leverkusen, Bremen und den englischen Klub West Ham United tätige 46-Jährige soll beim Traditionsklub zukünftig als „Direktor Kaderplanung und Recruitment“ tätig sein.
Steidten arbeitet damit direkt Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler zu. Da Steidten am Dienstag bereits am Geißbockheim weilte, dürfte die Unterschrift nur noch Formsache sein. Die Verkündung könnte nach kicker-Informationen noch vor dem Wochenende über die Bühne gehen.
Vier Direktoren für den FC
Steidten bleibt allerdings nicht der einzige Transfer, den Kessler für sein Team vornimmt. Bislang war die Sportliche Leitung beim Bundesligisten personell eher dünn besetzt, gleichzeitig strebten Kessler und der für den Sport zuständige Vorstand Ulf Sobek eine Hierarchie-Reform an. Klarere Zuständigkeiten und mehr Eigenverantwortung sind das Ziel.
Neben Steidten, der selbst viel unterwegs sein und beobachten soll, wird es deshalb zukünftig drei weitere leitende Persönlichkeiten auf der neu geschaffenen Direktoren-Ebene geben: Markus Halfmann verantwortet bereits jetzt den Nachwuchs und die Akademie, Lukas Berg bleibt als Technischer Direktor für die Bereiche Video, Athletik und U-21-Mannschaft zuständig. Nicole Bender-Rummler kümmert sich weiterhin um den Bereich Frauen- und Mädchenfußball.
Systematischer Umbau von Scouting und Sportlicher Leitung
Doch allein mit der Personalie Steidten ist der Umbau nicht abgeschlossen: Denn mit Tobias Vierkötter kehrt ein alter Bekannter zurück nach Köln. Der 29-Jährige war zuletzt für Zweitligist Fortuna Düsseldorf als Chefscout tätig, nachdem er 2024 von den Geißböcken in die Landeshauptstadt wechselte. Nun ist der Stiefsohn von FC-Urgestein Matthias Hönerbach (Pokalsieger 1983, zweimal Vizemeister) wieder da.
Die Stärkung der Scouting-Abteilung ist Sobek ein besonderes Anliegen, er und Kessler bauen diesen Bereich nun systematisch um. Mit Vierkötter kommt eine mit dem Umfeld vertraute Persönlichkeit ans Geißbockheim, die unter anderem an den Verpflichtungen der inzwischen für viel Geld weiterverkauften Damion Downs und Max Finkgräfe beteiligt war. Vierkötter soll sich nun dezidiert um die Sichtung von Top-Talenten kümmern.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Kessler den von seinem Vorgänger Christian Keller abgesetzten Martin Schulz zurück ins Scouting geholt. Ex-Profi Marco Höger rückte schon im vergangenen Sommer auf die Position des Kaderplaners für die U 21. Gleichzeitig geht es etwa für den „Koordinator Fußballausbildung“ Matthias Borst nach dem Saisonende beim FC nicht weiter.
