Bislang hatte es der mit körperlichen Defiziten aus seiner Reha zurückgekehrte Victor Boniface nicht ins Bremer Aufgebot geschafft: Ändert sich das in Stuttgart?
Milosevic „brennt“ – Njinmah fraglich
Die Andeutungen von Coach Daniel Thioune sind recht deutlich: Wenn der SV Werder Bremen am Sonntagnachmittag (15.30 Uhr, LIVE! beim kicker) in Stuttgart gastiert, wird wohl Jovan Milosevic in der Sturmspitze auflaufen – wie schon beim 3:1-Sieg im Nordderby.
Dass der 20-Jährige noch nicht wieder jener Faktor war wie bei seinem letzten Startelfeinsatz Ende Februar, hing laut Thioune auch mit dem „langen Prozess“ zusammen, der auf seine wochenlang anhaltenden Rückenprobleme folgte: „Jovan hat schon bessere Spiele gezeigt.“
Und doch darf der Serbe erneut mit einem Einsatz von Beginn an rechnen, zumal sich der Trainer nun „den nächsten Schritt“ von ihm erwartet: „Er ist nicht nur ein Kader-Kandidat, sondern auch weiterhin Startelf-Kandidat.“
Thioune über Milosevic: „Er will allen zeigen, dass…“
Für den vom VfB bis Saisonende ausgeliehenen Angreifer (der im Falle des Bremer Klassenerhalts auch darüber hinaus eine Zukunft an der Weser haben könnte) wird die Rückkehr jedenfalls speziell. „Er wird brennen“, kündigte Thioune an: „Wenn er auf dem Platz steht, will er sicherlich allen zeigen, dass wir die richtige Entscheidung mit ihm getroffen haben.“
Dass Milosevic in Stuttgart starten dürfte, liegt auch daran, dass mit Marco Grüll eine weitere Sturmalternative gelbgesperrt fehlen wird – und mit Justin Njinmah noch jener Spieler fraglich ist, der zuvor dreimal im Angriffszentrum aufgelaufen war. „Justin hat noch nicht mit der Mannschaft trainiert“, berichtete Thioune am Freitag von leichten Problemen beim 25-Jährigen.
Boniface? „Das halte ich mir offen“
Personelle Voraussetzungen, die auch eine Kader-Rückkehr von Victor Boniface in den Fokus rücken: Für das Nordderby kam der Nigerianer auch aufgrund eines Infekts nicht infrage. Dieser ist nun ausgestanden. Der Angreifer trainierte wieder mit der Mannschaft – und der Werder-Coach sprach von „einem guten Eindruck“.
Dass der 25-Jährige also mit ins Schwabenland reisen wird, wollte Thioune „nicht ausschließen“, so der 51-Jährige: „Aber wir schauen noch mal aufs Training, was die Mannschaft braucht und was Victor noch braucht.“
Körperlich war der Nachholbedarf zuletzt weiterhin groß, aber eine Jokerrolle könnte dem ausgeliehenen Leverkusener möglicherweise nach wie vor zukommen, erklärte der Bremer Cheftrainer: „Ich habe immer angedeutet, dass es vielleicht mal eine Spielsituation gibt, wo man ihm nochmal Minuten geben kann“, sagte er: „Aber das halte ich mir noch offen.“
