Für zwei Spiele hatte das DFB-Sportgericht HSV-Stürmer Philip Otele nach seiner Roten Karte im Nordderby in Bremen aus dem Verkehr gezogen. Daraufhin legte der Hamburger SV Einspruch ein, konnte in der mündlichen Verhandlung aber keine Reduzierung erreichen.
Einspruch des HSV schlägt fehl
Am Dienstag hatte das DFB-Sportgericht das Strafmaß für Oteles grobes Foulspiel an Gegenspieler Cameron Puertas in der 79. Minute des Nordderbys in Bremen (1:3) festgelegt, bei dem Schiedsrichter Florian Exner den Platzverweis nach VAR-Hinweis ausgesprochen hatte: Zwei Partien sollte die Leihgabe des FC Basel zum Zuschauen verdammt sein und somit weder für das Hamburger Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim (Samstag, 18.30 Uhr) noch das Gastspiel bei Eintracht Frankfurt (2. Mai, 15.30 Uhr) zur Verfügung stehen.
Polzin kann erst gegen Freiburg wieder auf Otele bauen
Gegen das Urteil hatten die derzeit mit fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz (und Stadtrivale FC St. Pauli) auf Rang 14 platzierten Hamburger sodann Einspruch eingelegt und mit dem Einspruch eine Verkürzung der Sperre erwirken wollen – auch weil Referee Exner im Dialog nach der Partie wohl von einer „harten Roten Karte“ gesprochen hatte.
Nun allerdings wurden die Hoffnungen des Aufsteigers hinsichtlich einer milderen Strafe enttäuscht. Denn in der mündlichen Verhandlung vom Freitag wurde die Zwei-Spiele-Sperre für den 27-jährigen Nigerianer bestätigt. Otele steht damit den aktuell verletzungsgebeutelten Hanseaten und Trainer Merlin Polzin erst wieder beim Heimspiel gegen den SC Freiburg am 10. Mai (15.30 Uhr) am 33. Spieltag zur Verfügung.
Zur Urteilsbegründung im Einzelrichterverfahren vonseiten des DFB-Gerichts hieß es nun: „Wir gehen von rücksichtslosem Verhalten des Spielers Otele und damit von rohem Spiel aus. Spieler Otele hatte die Gefahr erkannt, die von seinem Einsatz in hohem Tempo und mit großer Dynamik ausging. Dabei hat er die Gefährdung des Gegenspielers in Kauf genommen“, sagte der Vorsitzende Stephan Oberholz. „Das Risiko seines Einsatzes hat sich hier realisiert und sogar zu einer Verletzung geführt. Es war auch nicht zu erkennen, dass er den Versuch unternommen hatte, noch nennenswert abzubremsen oder über das Bein des Bremer Spielers zu springen.“
