Eigentlich sollen beide Profis bei Werder Bremen bleiben, doch bei Jens Stage deuten die Zeichen auf Abschied – und bei Mitchell Weiser? Herrscht vorerst weiter Stillstand.
Hoffenheim-Vorstoß und Verhandlungen
Die TSG 1899 Hoffenheim macht Ernst: Aus dem grundsätzlichen Interesse an einer Verpflichtung von Werder-Profi Jens Stage ist mittlerweile ein konkreter Vorstoß geworden. Mit dem dänischen Mittelfeldspieler steht der Bremer Bundesliga-Konkurrent bereits vor einer Einigung über einen Wechsel.
Nun beginnt der Poker über die Ablösesumme für den 29-Jährigen, den man an der Weser – das hat man in dieser Saison mehrfach betont – eigentlich gar nicht ziehen lassen möchte. Werder-Coach Daniel Thioune bezeichnete Stage in dieser Spielzeit zurecht als Bremer „Lebensversicherung“ – zum zweiten Mal beendete er die Saison als bester Torschütze des Klubs (jeweils zehn Treffer)
Stage: Hoffenheim als Karrieresprung
Doch nach vier Jahren bei Werder bietet sich Stage (Vertrag bis 2028), der nach dem Bundesliga-Aufstieg 2022 aus Kopenhagen verpflichtet wurde, jetzt ein Karrieresprung. Bereits nach dem 34. Spieltag hatte er seine Zukunft am Osterdeich offengelassen. „Es gibt zwei Möglichkeiten“, sagte Stage. „Dass ich noch ein paar Jahre hier habe, oder dass ich es jetzt vielleicht noch mal in einem neuen Verein probiere.“
Sportlich bietet die TSG mit der Europa-League-Qualifikation nun mal andere Argumente, auch hinsichtlich weiterer Nationalmannschaftsambitionen; bislang kommt der Bremer auf zwei Länderspiele für Dänemark. Und auch finanziell dürfte sich ein Wechsel auszahlen. Für den Spieler – und für Werder?
Thioune: „Jens tut jeder Mannschaft gut“
Die Deichstube berichtet von einem Angebot in Höhe von elf Millionen Euro plus Bonuszahlungen, das aus Hoffenheim zu erwarten sei, wo man Stage als Nachfolger von Grischa Prömel auserkoren hat. Klar ist, dass sich die auf Einnahmen angewiesenen Bremer mit derlei Offerten zwangsläufig auseinandersetzen müssen – auch um selbst in diesem Sommer auf dem Markt tätig werden zu können.
Für Werder-Coach Thioune wäre es jedenfalls keine große Überraschung, falls er in der neuen Saison nicht mehr mit Stage zusammenarbeiten würde – obwohl er sich das nach dem letzten Saisonspiel explizit gewünscht hatte: „Weil Jens jeder Mannschaft guttut, kann ich mir auch vorstellen, dass jede Mannschaft sich in der Bundesliga mit ihm beschäftigt …“ Die Zeichen deuten auf Abschied.
Weiser: Verhandlungen werden wieder aufgenommen
Noch nicht absehbar ist eine solche Tendenz hingegen weiterhin bei Mitchell Weiser. Aktuell ruhen die Verhandlungen über eine Verlängerung des Vertrags, der in diesem Sommer ausläuft. Nachdem beide Parteien bei den Vorstellungen bislang noch nicht übereingekommen ist, sollen sie jedoch noch mal aufgenommen werden.
Werder bietet dem Mann, der die gesamte Saison mit einem Kreuzbandriss ausgefallen ist, einen angepassten, leistungsbezogenen Vertrag. Der Spieler soll dem Verein bei seinen Vorstellungen zwar bereits entgegengekommen sein, doch noch dauert der Poker weiter an – und steht aktuell noch nicht unmittelbar vor einem Abschluss.
