Schmidts Rechnung voller Hoffnung: „1000 Prozent mehr Chance“

Der 1. FC Heidenheim gewinnt sein erstes Endspiel beim 1. FC Köln und hofft weiter auf den Klassenerhalt. Trainer Frank Schmidt macht dafür einen Schlüsselmoment verantwortlich – und kontert Lothar Matthäus.

Packendes Saisonfinale wartet

Bereits unmittelbar nach dem Spielende trommelte Frank Schmidt seine Spieler in Köln-Müngersdorf im Kreis zusammen und schwor sie energisch auf das packende Saisonfinale im Tabellenkeller ein. Eine knappe Stunde später strahlte er auf der Pressekonferenz noch immer eine ungeheure Zuversicht aus. „Lothar Matthäus hat gestern gesagt: Wolfsburg 60 Prozent, Pauli 30 Prozent, wir 10 Prozent Chance. Ich würde dem Lothar nie widersprechen, aber 10 Prozent sind 1000 Prozent mehr als noch vor ein paar Wochen“, sagte Schmidt nach dem 3:1 beim schwachen 1. FC Köln und betonte: „Wir glauben dran.“

Nach dem 25. Spieltag betrug der Rückstand auf den Relegationsplatz noch zehn Punkte, nun ist dieser vor dem letzten Bundesliga-Spieltag am kommenden Wochenende auf null Zähler zusammengeschrumpft. Der FCH kletterte in der Tabelle sogar um einen Platz und ist nun punktgleich mit dem Letzten St. Pauli (wie Heidenheim Tordifferenz -29) und dem Tabellen-16. VfL Wolfsburg (-26). Zusätzliche Brisanz: Die Hamburger und die Niedersachsen treffen am kommenden Samstag am Millerntor direkt aufeinander. Heidenheim empfängt daheim den 1. FSV Mainz 05.

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„Es war eine nahezu aussichtslose Situation“

„Ich habe es gesagt: Wenn uns das gelingt, hier beim 1. FC Köln zu gewinnen, dann haben wir richtig Bock aufs Saisonfinale“, sagte Schmidt, dessen Team aus den vergangenen sieben Spielen zwölf Punkte holte: „Wir haben die Chance dazu, das nächste Jahr in der Bundesliga zu spielen.“

Die FCH-Profis wie auch Schmidt bezeichneten die 0:2-Niederlage bei Werder Bremen Ende Februar als Knackpunktspiel für die Heidenheimer Aufholjagd. „Es war eine nahezu aussichtslose Situation, in der ich dann auch gesagt habe, es fällt verdammt schwer, daran zu glauben, nach so vielen Spielen ohne Sieg, dass wir am Ende dann doch noch schaffen, in der Liga zu bleiben“, sagte Schmidt. „Es war sehr wichtig in der Situation, nicht mit dem Finger aufeinander zu zeigen, sondern das Gas ein bisschen rauszunehmen – obwohl es eine schwerwiegende, schwierige Situation ist.“

Über Achtungserfolge wie dem 3:3 bei Bayer Leverkusen (nach 0:2-Rückstand), einem laut Schmidt weiterem „Schlüsselmoment“, Siege gegen Union Berlin (3:1) und den FC St. Pauli (2:0) sowie dem am Ende sogar unglücklichen 3:3 in der Vorwoche in München ist der Klassenerhalt nun doch wieder in Reichweite.

Torwartwechsel als Sinnbild

Schmidt hatte dafür auch eine unpopuläre Entscheidung getroffen und für den bisherigen Stammtorwart Diant Ramaj die etatmäßige Nummer zwei Frank Feller von Beginn an aufgeboten. Nach dem unglücklichen Ausgleich von Marius Bülter, der Feller im kurzen Eck erwischte, machte der 22-Jährige eine gute Partie.

„Man muss auch gönnen können“, sagte Schmidt in leichtem Kölsch über seinen Entschluss. „Als wir das gestern an Diant gesagt haben, hat er gesagt, er hat damit gerechnet. Und dann habe ich ihn gefragt: ‚Können wir uns auf dich verlassen?‘ Und dann hat er gesagt: ‚Ich konnte mich auch auf euch verlassen.‘ Das beschreibt so unsere Mannschaft, auch den Umgang untereinander. Das ist eine Einheit.“

 

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