Ryerson im Schaufenster, Couto auf dem Sprung: So plant der BVB

Kaua Prates kommt, Maximilian Beier hat sich angeboten: Während die Planungen bei Borussia Dortmund auf der Linksverteidiger-Position abgeschlossen scheinen, könnte rechts noch Bewegung reinkommen.

Dortmunds Planung mit seinen Außenverteidigern

Der Blick ging, klar, auf Erling Haaland, auf Martin Ödegaard oder Alexander Sörloth, als Geheimfavorit Norwegen gegen den Irak in die Weltmeisterschaft startete. Aber der Blick ging, viel überraschender, auch auf Julian Ryerson. Noch vor rund sechs Monaten wäre der Rechtsverteidiger einer von Elf gewesen, durch seine Leistungen bei Borussia Dortmund seit Jahresbeginn ist er in den Fokus gerückt.

15 Torvorlagen waren es am Ende der Spielzeit, zwölf davon 2026. Klar, dass der 28-Jährige für Interesse gesorgt hat. Und auch wenn der BVB gerne mit Ryerson in die neue Saison gehen würde, könnte im Laufe der WM durchaus Bewegung in diese Personalie kommen – und damit auch in die Planung auf den Außenverteidiger-Positionen.

Die waren in Dortmund vor der Dreierkette zuletzt einigermaßen klar besetzt: Ryerson rechts und der Schwede Daniel Svensson links standen in den allermeisten Spielen in der Startelf, auch weil die Konkurrenzsituation nicht so stark war wie gewünscht. Yan Couto kam seit Jahresbeginn rechts zu immer weniger Einsatzminuten, Ramy Bensebaini war links vor allem als Innenverteidiger gefragt, Almugera Kabar blieb eine Viertelstunde im Saisonfinale.

Beier als neue Option, Kaua Prates bekommt Zeit

Zukünftig wird Niko Kovac möglicherweise mehr Optionen haben. Eine hat sich der BVB-Trainer selbst geschaffen: Durch das gelungene Experiment mit Maximilian Beier als Schienenspieler in den letzten Partien vor der Sommerpause hat sich der defensiv disziplinierte Dauerläufer nicht nur sein WM-Ticket gesichert, sondern auch mit Blick auf die neue Saison eine weitere Möglichkeit als Startspieler.

Dazu kommt Kaua Prates. Der 17 Jahre alte Linksverteidiger steht bereits seit Monaten als Zugang fest und soll baldmöglichst in Dortmund starten, auch wenn er erst im August volljährig wird. Wie schnell er dem Team dann helfen kann, wird sich allerdings erst zeigen. Zum einen fehlt dem Brasilianer aktuell die Spielpraxis, zum anderen wird er sich erst an Tempo, körperliche Anforderungen und Spielweise gewöhnen müssen. Die Zeit dafür soll er bekommen, zumal links mit Svensson, Beier und dem allerdings primär als Innenverteidiger eingeplanten Bensebaini keine Not herrscht.

Und rechts? Da könnte auch abseits der Personalie Ryerson Bedarf sein. Zwar sind die Verhandlungen von Couto, Dortmund und den interessierten Italienern bei Como 1907 bei weitem nicht so weit fortgeschritten, wie andere Medienberichte es nahelegen. Ein Abgang des mit seinen Einsatzzeiten unzufriedenen Brasilianers bleibt aber dennoch wahrscheinlich, ob am Ende fest oder auf Leihbasis. In diesem Fall würde Ersatz kommen, Mittelfeldspieler Kjell Wätjen wäre nur eine Notlösung im Saisonverlauf.

 

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