Am Sonntag ist RB Leipzig von seiner sechstägigen PR-Tour in Südafrika zurückgekehrt. Von den zehn Nachwuchsspielern, die bei dem Trip dabei waren, sind zwei für die neue Saison fest im Profikader eingeplant. Und einer konnte im Test gegen die Mamelodi Sundowns gefallen.
Leipzigs Youngster zeigt sein Potenzial
Am Sonntag gegen 11.30 Uhr erreichte der Leipziger Tross wieder sächsischen Boden. Nach der sechstägigen PR-Tour in Südafrika beginnt bei RB nun offiziell der Urlaub. Zum Abschluss des Trips gab es am Freitag im Testspiel bei den Mamelodi Sundowns in Pretoria noch ein 1:3 (1:0).
Die Niederlage gegen den Gewinner der afrikanischen Champions League relativiert sich insofern, als Trainer Ole Werner in den Torhütern Franz Hantschmann (17) und Janos Kanyai (17), den Verteidigern Warren Ngana (17) sowie Lionel Voufack (18), Benno Kaltefleiter (17), Toni Langsteiner (17) und Manuel Abbey (17, alle Mittelfeld) sowie den Angreifern Yohan Ngatcheu (17), Abdul Al Khalaf (18) und Samba Konaté (17) insgesamt auch zehn Nachwuchsakteure einsetzte.
Zwei der Talente sind für die neue Saison fest im Profikader eingeplant: Konaté und Kaltefleiter, ein Sechser, der am 20. Dezember 2025 im Bundesliga-Heimspiel der Leipziger gegen Bayer Leverkusen (1:3) schon einmal im Profikader stand.
Konaté hat schon in der Bundesliga debütiert
Gegen die Mamelodi Sundowns zeigte vor allem Konaté sein Potenzial. Der französische U-17-Nationalspieler, der unter anderem bei AC Le Havre und Olympique Marseille ausgebildet wurde, kam im Sommer 2025 von Cavigal Nice Football U 17 nach Leipzig. In der abgelaufenen Saison stand er dreimal in der Liga sowohl am 13. Spieltag gegen Eintracht Frankfurt (6:0) als auch am 14. Spieltag bei Union Berlin (1:3), am 15. Spieltag gegen Leverkusen (da gemeinsam mit Kaltefleiter) sowie im Pokal-Achtelfinale gegen den 1. FC Magdeburg (3:1) im Profikader. Gegen Frankfurt hatte Konaté inklusive Nachspielzeit sogar über acht Minuten sein Bundesliga-Debüt geben dürfen, als er nach 87 Minuten vor Yan Diomande eingewechselt wurde.
Der 1,90 Meter große Angreifer, der für die U 19 der Sachsen in der DFB-Nachwuchsliga in 22 Partien 17 Tore erzielte, wusste in Pretoria im 4-3-3-System als Linksaußen zu gefallen und erarbeitete sich drei Torchancen, von denen er eine per sattem Direktschuss von der Strafraumgrenze zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung nutzte. Abseits des Tores zeigte Konaté, dass er nicht nur schnell und technisch beschlagen ist, sondern auch mutig direkte Duelle sucht. Zulegen kann der Youngster noch in Sachen Zielstrebigkeit und bei der Entscheidungsfindung. Die Verantwortlichen trauen Konaté jedenfalls zu, in der neuen Saison den nächsten Schritt hin zur echten Alternative zu gehen. Ein Ausrufezeichen hat der Teenager in Pretoria schon mal gesetzt.
Kaltefleiter kam gegen die Mamelodi Sundowns dagegen erst, als Konaté schon Feierabend hatte. Der seit Februar 18 Jahre alte Mittelfeldakteur ersetzte in Pretoria in der zweiten Halbzeit Ezechiel Banzuzi und besetzte im 4-3-3 die Rolle des alleinigen Sechsers. Kaltefleiter, von der Spielanlage eine so genannte „Holding Six“ mit gutem Spielaufbau, musste gegen die Mamelodi Sundowns jedoch auch noch Lehrgeld bezahlen. Der 1,89 Meter große Mittelfeldakteur, der 2015 im Alter von sieben Jahren zu RB kam, ließ speziell in Sachen Robustheit und Handlungsschnelligkeit noch Steigerungspotenzial erkennen.
