Bei der öffentlichen Trainingseinheit von RB Leipzig am Dienstag fehlte Christoph Nkunku noch. In aller Munde ist der Rückkehrer aber schon vor der offiziellen Verpflichtung – auch beim Kapitän.
Vorfreude auf den Rückkehrer
Rund 200 Fans waren am Dienstag zum Leipziger Trainingsgelände am Cottaweg gekommen, und nicht wenige wurden begleitet von der Hoffnung, den verlorenen Sohn wieder in Empfang nehmen zu können. Doch Christopher Nkunku war nicht auf dem Trainingsplatz, sondern absolvierte stattdessen den Medizincheck.
Vorbehaltlich eines positiven Bescheids kehrt der bei der AC Mailand ausgemusterte Stürmer nach dreijähriger Abstinenz auf Leihbasis für eine Saison zu RB zurück, wo er von den künftigen Teamkollegen bereits sehnsüchtig erwartet wird.
„Ich kann nur sagen: Als ich hier ankam, war ich begeistert von Christophs Professionalität auf und neben dem Platz. Er ist ein Spieler mit ganz viel Qualität. Deswegen keine Frage, dass ich mich freuen würde, wenn er zurückkommen würde zu uns“, sagte Kapitän David Raum über den einstigen Teamkollegen, mit dem er in der Saison 2022/23 zusammenspielte und den DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt gewann. „Wenn er kommt, wird er uns nicht nur auf dem Platz helfen, sondern auch neben dem Platz in der Kommunikation mit den jüngeren Spielern. Und er ist auch jemand, der mit Leistung vorangehen wird“, fügte Raum in einer kleinen Medienrunde hinzu.
Demichelis „ein bisschen positiv verrückt“
Ein Loblied hatte Raum nicht nur für den neuen, alten Kollegen auf den Lippen, sondern auch für den neuen Chefcoach Martin Demichelis. „Diese Grundidee oder Identity des Vereins, von der immer gesprochen wird, verkörpert er absolut. Er strahlt immer sehr viel und sehr positive Energie aus“, beschrieb der Linksverteidiger den Argentinier und ergänzte schmunzelnd: „Er ist ein bisschen positiv verrückt, das mag ich. Unter ihm ist unser Spiel eine gute Mischung aus Entertainment und Energie-Mentalität.“
Wie weit die Ideen von Demichelis schon greifen, wird der Bundesliga-Auftakt am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach zeigen. Dass Raum seinem neuen Coach positiv gegenübersteht, verwundert nicht angesichts der Tatsache, dass Demichelis den im Vorjahr von Vorgänger Ole Werner zum Kapitän bestimmten Nationalspieler im Amt bekräftigte. „Das Vertrauen vom Trainer und vom Verein zu bekommen, stärkt mir noch mal den Rücken und bestätigt mich für meine letzte Saison“, sagte Raum: „Die Mannschaft im letzten Jahr als Kapitän in die Champions League zu führen und sie nun auch in der Champions League führen zu dürfen, ist für mich der nächste Schritt und eine eine schöne Geschichte.“
Raum denkt nicht an einen Wechsel
Wie lange seine Geschichte in Leipzig fortgeschrieben wird, ist offen. Raums Vertrag läuft nach dieser Saison aus, Gespräche über eine Verlängerung sind bislang nicht geführt worden. Anfragen habe es im Sommer einige gegeben, so Raum, „aber ich habe mich mit keinem Verein unterhalten. Ich war von Anfang auf mich und auf meine Vorbereitung vorbereitet“. Auf die Frage, ob er einen Wechsel noch vor Schließung des Transferfensters ausschließen könne, antwortete er: „Ja, ich spiele am Wochenende und freue mich auf die Saison. Ich weiß nicht, was ihr wisst, was im Hintergrund passiert, aber ich weiß nichts Neues. Ich gehe jetzt in mein letztes Vertragsjahr und das genieße ich hier als Kapitän.“
