Mit Milan sammelte Christopher Nkunku angenehme Erinnerung an Como 1907, bei RB Leipzig will er seine Karriere wieder in Schwung bringen.
Leipzigs Rückkehrer der einzige Como-Insider
Christopher Nkunku ist der Einzige aus dem aktuellen Kader von RB Leipzig, der schon einmal im Stadio Giuseppe Sinigaglia, der Heimstätte von Como 1907, aufgetreten ist. „Ich habe gute Erinnerungen an dieses Spiel“, sagte er über jenen 15. Januar , als er sogar einen Treffer zum 3:1-Auswärtssieg der AC Mailand beitrug in einem der wenigen Spiele, in denen der Stürmer und der Klub am Ende restlos zufrieden war.
Gerade deshalb war der Franzose nach einer recht freudlosen Spielzeit zu RB Leipzig zurückgekehrt, bei der obligatorischen UEFA-Pressekonferenz am Mittwoch in Como stellte er sich erstmals seit seinem Wechsel den Medien. „Ich wollte unbedingt zurück und den Fußball spielen, den ich spielen möchte. Der Trainer hat mir das zugesichert“, sagte Nkunku über seine Beweggründe, und nach den ersten Wochen sieht er sich bestätigt: „Ich fühle mich sehr wohl und habe das Gefühl, eine gute Wahl getroffen zu haben.“
„In Chelsea hatte ich Probleme mit dem Trainer.“ (Christopher Nkunku über seine Beziehung mit Graham Potter)
In den bislang zwei Auftritten nach seiner Rückkehr sah man zwei völlig konträre Gesichter von Nkunku. Beim Auftaktsieg gegen Mönchengladbach besorgte er nach seiner Einwechslung gleich die Vorlage zum 3:0-Endstand durch Rocco Reitz. Eine Woche später beim denkwürdigen 1:3 in Bremen war von ihm in der engmaschigen Werder-Abwehr nichts zu sehen. „Es wird ganz sicher ein anderes Spiel, aber auch ein schwieriges“, prophezeite er für die Partie am Donnerstag: „Ich hoffe, dass wir mehr Chancen kreieren als in Bremen.“
Nach vier Erfolgsjahren war Nkunku 2023 zum FC Chelsea gewechselt, wurde da aber ebenso wenig glücklich wie bei Milan. „In Chelsea hatte ich Probleme mit dem Trainer“, sagt er rückblickend über seinen Disput mit Graham Potter im zweiten Jahr, „und in Mailand war der Fußball ein anderer als ich kannte.“ In Leipzig glaubt er zu wissen, was ihn erwartet und was von ihm verlangt wird: „Ich habe nicht das Gefühl, dass sich viel verändert hat zum ersten Mal.“ Dass auch er sich in punkto spielerische Klasse nicht verändert hat, muss er noch beweisen.
