Farid Alfa-Ruprecht wird die aktuelle Saison bei Hertha BSC spielen. Die Hauptstädter leihen den Flügelspieler für ein Jahr von Bayer 04 Leverkusen aus. Für die Werkself wartet der 20-Jährige noch auf seinen ersten Einsatz.
Youngster spielte zuletzt in Bochum
Lange hatte sich das Gerücht gehalten, dass sich der SC Paderborn die Dienste von Leverkusens Farid Alfa-Ruprecht sichern würde. Am Ende machte allerdings Hertha BSC das Rennen um den Flügelspieler. Die Berliner machten die einjährige Leihe des 20-Jährigen am Donnerstag offiziell.
Eine Kaufoption besitzt Hertha nicht für den Junioren-Nationalspieler, auf den man in Leverkusen große Stücke hält – und der in Berlin nun weitere Spielpraxis im Profibereich sammeln soll.
„Mit Farid bekommen wir einen Spieler, der jede Menge Tempo und Dynamik mitbringt und sich auf beiden Flügeln wohlfühlt“, kommentiert Sportdirektor Benjamin Weber. Alfa-Ruprecht selbst sagte, ihm sei schnell klar gewesen, „dass der Schritt nach Berlin der richtige ist. Ich freue mich auf die Saison mit Hertha, kenne die Liga ziemlich gut und werde alles geben, damit wir zusammen viele schöne Momente erleben.“
Vergangene Saison in Bochum
Im vergangenen Sommer hatte Leverkusen den gebürtigen Hamburger aus dem Nachwuchs von Manchester City geholt. Damals floss eine Ablösesumme von 1,5 Millionen Euro für den in der Jugend des HSV ausgebildeten und pfeilschnellen Flügelstürmer, der 2022 mit 16 Jahren auf die Insel gewechselt war. Auf seinen ersten Einsatz in einem Pflichtspiel für die Werkself, wo Alfa-Ruprecht einen Vertrag bis 2030 besitzt, muss er nun weiter warten. Im vergangenen Jahr hatte er bei Leverkusens 4:0 zum DFB-Pokal-Auftakt bei der SG Sonnenhof Großaspach immerhin auf der Bank gesessen.
Es folgte eine Leihe zum VfL Bochum, für den Alfa-Ruprecht in der vergangenen Saison in der 2. Bundesliga in 26 Spielen zum Einsatz kam. Für den VfL erzielte er drei Tore und drei Assists (kicker-Note 3,93), kam in beiden Partien gegen seinen neuen Arbeitgeber aber nicht zum Einsatz. „Farid hat sich in dem Jahr in Bochum bereits gut entwickelt. Mit einer weiteren Saison und vielen Einsätzen auf herausforderndem Niveau wollen wir seine fußballerischen Fortschritte weiter vorantreiben“, sagt Bayer-Fußballdirektor Kim Falkenberg.
Bei der Hertha soll Alfa-Ruprecht nun weiter Spielpraxis im deutschen Profifußball sammeln. In Berlin dürfte er zunächst als Ersatz für Marten Winkler fungieren, der die Alte Dame jüngst in Richtung RSC Anderlecht verlassen hatte, und die Offensive von Trainer Stefan Leitl mit seinem Tempo bereichern. Für die Hauptstädter ist Alfa-Ruprecht erst der zweite Transfer dieses Sommers. Zuvor hatte man bereits Oluwaseun Adewumi vom FC Burnley verpflichtet – ebenfalls auf Leihbasis.
