Seit über 60 Jahren existiert die Bundesliga. Nach jeder Saison müssen einige Teams sie ins Unterhaus verlassen und andere wie der 59. Bundesligist SV Elversberg rücken auf. Doch welche Mannschaften ereilte noch nie das Schicksal des Abstiegs?
Auch Heidenheim trifft es erstmals
Nach der Saison 2017/18 war es so weit und die Uhr im Volksparkstadion musste angehalten werden. Der Bundesliga-Dino, der Hamburger Sportverein, holte am letzten Spieltag zwar einen 2:1-Erfolg gegen Gladbach, doch der Abstieg konnte nicht mehr verhindert werden. Damit ereilte seinerzeit auch das letzte offizielle Gründungsmitglied der Bundesliga zum ersten Mal das Schicksal, in die Zweitklassigkeit absteigen zu müssen.
In über 60 Jahren Bundesliga gab es bisher insgesamt 58 Vereine im deutschen Oberhaus. Viele davon stiegen schnell wieder ab oder verschwanden in der Versenkung – einige aber konnten sich in der Bundesliga halten, etablieren und sind nicht mehr wegzudenken. Sechs aktuelle Bundesligisten haben es sogar geschafft, sich seit dem Aufstieg in der höchsten Spielklasse zu halten. Den VfL Wolfsburg und den 1. FC Heidenheim ereilte in der Saison 2025/26 erstmalig das Schicksal des sportlichen Niedergangs aus der höchsten deutschen Spielklasse.
Union Berlin
Seit der Saison 2019/20 bekommen die Fans an der Alten Försterei Bundesliga-Fußball zu sehen, gekrönt wurde die Erstklassigkeit sogar mit Rang vier und der direkten Champions-League-Qualifikation in der Spielzeit 2022/23. Nur eine Saison später spielten plötzlich internationale Stars wie Leonardo Bonucci oder Nationalspieler wie Robin Gosens oder Kevin Volland für die Berliner, die sich nach 14 sieglosen Spielen in Serie allerdings von Erfolgstrainer Urs Fischer trennten. Unter Interimstrainerin Marie-Louise Eta hielt der Klub aus Köpenick auch in der Saison 2025/26 die Klasse.
RB Leipzig
Das von vielen Fans kritisierte „Projekt“ RB Leipzig hat seit 2016/17 eine Dauerkarte in der Bundesliga, damals hatte Ralf Rangnick die Sachsen über den Amateurfußball ins deutsche Oberhaus geführt. Gleich in der ersten Saison holte RB satte 67 Punkte und wurde Vizemeister. Seither ist die schlechteste Platzierung der Leipziger Rang sieben. Den Weg aus der 3. Liga bis in die Champions League mitgemacht hat seit 2013 der inzwischen für den HSV spielende Yussuf Poulsen, der Däne hat zwei Aufstiege und zwei Pokalsiege mit RB gefeiert – und musste noch nie absteigen.
- Die ewige Bundesliga-Tabelle
FC Augsburg
Lange Zeit ein ewiger Abstiegskandidat, der den Kopf aber immer wieder rechtzeitig aus der Schlinge zieht, war der FC Augsburg. Die Fuggerstädter sind bereits seit 14 Jahren in der Bundesliga beheimatet, 2011 gelang der Aufstieg. Den größten Erfolg feierten die bayrischen Schwaben in der Saison 2014/15, als sie unter Markus Weinzierl Rang fünf erreichten und sich somit für die Europa League qualifizieren konnten. Platz neun gelang 2025/26 unter Manuel Baum.
TSG 1899 Hoffenheim
Wie bei RB Leipzig hatte auch beim rasanten Aufstieg der TSG Hoffenheim Ralf Rangnick seine Finger im Spiel. Er führte die Sinsheimer aus der Regionalliga bis in die Bundesliga, wo die TSG sich in ihrer ersten Spielzeit 2008/09 auch gleich die Herbstmeisterschaft sicherte. Leistungsträger war dabei Vedad Ibisevic, der in 17 Partien 18 Treffer erzielte. Er verletzte sich allerdings schwer und verpasste die gesamte Rückrunde, die TSG brach ein und landete nur auf Rang sieben. In den Folgejahren gab es viele Achterbahnfahrten, zuletzt stabilisierten sich die Kraichgauer aber immer mehr im Bundesliga-Mittelfeld und wurden 2025/26 angetrieben von Dauerbrenner Andrej Kramaric starker Fünfter.
Bayer 04 Leverkusen
Die Werkself ist nicht mehr aus der Bundesliga wegzudenken und schon seit über 40 Jahren ein Teil von ihr. 1979 stieg Bayer 04 als Zweitligameister ins Oberhaus auf und war viele Jahre lang als „Vizekusen“ bekannt (fünf zweite Plätze). In der Saison 2023/24 gelang den Rheinländern schließlich unter Trainer Xabi Alonso und sogar ungeschlagen der große Wurf. 2025/26 landete Bayer 04 auf Platz sechs.
FC Bayern München
Die erfolgreichste Mannschaft des deutschen Profi-Fußballs war ebenfalls kein Gründungsmitglied der Bundesliga. Lange ließ sich der FC Bayern aber nicht bitten, stieg bereits 1965 ins Oberhaus auf und ist seitdem dort ebenfalls nicht mehr wegzudenken. Der deutsche Rekordmeister kann mittlerweile auf 35 deutsche Meisterschaften sowie 21 DFB-Pokal-Siege zurückblicken und führt die Ewige Tabelle der Bundesliga souverän an. Die schlechteste Endplatzierung stammt aus dem Jahre 1978, als sich der FCB auf Rang zwölf wiederfand.
