Nach nur einem Jahr: Leipzig trennt sich von Trainer Werner

Nach nur einem Jahr ist das Kapitel RB Leipzig und Ole Werner bereits wieder beendet. Die Sachsen trennten sich vom Trainer, der den Klub zurück in die Champions League geführt hatte. Nachfolger wird wohl Martin Demichelis.

Demichelis Kandidat auf Nachfolge

Ole Werner ist nicht mehr Trainer von RB Leipzig, das verkündete der Bundesligist am Mittwochabend. Neben Werner wurden auch die Co-Trainer Tom Cichon und Patrick Kohlmann freigestellt.

Werner wechselte erst im Sommer nach dreieinhalb erfolgreichen Jahren beim SV Werder Bremen zu RB Leipzig. Bei den Sachsen sollte er den Umbruch moderieren und den Verein nach einer zuvor enttäuschenden Saison, die mit Rang 7 und somit ohne Europa-Qualifikation endete, zurück in die Erfolgsspur führen.

Genau das gelang dem 38-jährigen Fußball-Lehrer auch. Unter Werner holte RB satte 65 Punkte – nur Meister FC Bayern (89 Zähler) und Vizemeister Borussia Dortmund (73 Punkte) waren noch erfolgreicher – und kehrte als Dritter zurück in die Champions League. Mit 1,95 Punkten weist Werner damit den besten Punkteschnitt aller Leipziger Bundesliga-Coaches auf.

„Inhaltliche Weiterentwicklung erforderlich“

Dennoch entschied man sich in Leipzig nun dazu, neue Wege zu gehen. Für Werner endet seine Zeit bei RB somit nach nur einer (erfolgreichen) Spielzeit. „Wir haben die abgelaufene Saison in den vergangenen Tagen noch einmal intensiv und abschließend analysiert. Am Dienstagabend haben wir dann den Beschluss gefasst, die Position des Cheftrainers neu zu besetzen“, teilte Marcel Schäfer, Geschäftsführer Sport, in einer Vereinsmitteilung mit.

RB bedankte sich „bei Ole, Tom und Patrick für ihre Arbeit und ihren Einsatz. Sie haben einen großen Anteil am erfolgreichen Umbruch sowie an der Qualifikation für die Champions League. Dennoch sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass eine inhaltliche Weiterentwicklung und eine veränderte Herangehensweise für die vor uns liegenden Aufgaben erforderlich sind“, so Schäfer weiter.

Nachfolger soll zeitnah kommen

Über einen Nachfolger möchte RB zeitnah informieren. Wie der kicker bereits berichtete, gilt Martin Demichelis als heißer Kandidat. Der ehemalige Bayern-Profi (174 Bundesliga-Spiele, 13 Tore) hatte erst Ende Februar das Traineramt des spanischen Erstligisten RCD Mallorca übernommen, konnte einen Abstieg aber nicht verhindern.

Um Demichelis loszueisen, müsste Leipzig eine Ausstiegsklausel im unteren siebenstelligen Bereich bezahlen. Vor seinem Amt auf Mallorca trainierte Demichelis schon die zweite Mannschaft des FC Bayern, River Plate und CF Monterrey (Mexiko).

 

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