Die Debatte um die Nationalelf-Rückkehr von Manuel Neuer zur WM ist um eine Pointe reicher. Wie der FC Bayern am Sonntagmittag mitteilte, muss der Torwart wegen muskulärer Probleme kürzertreten.
Einsatz des Bayern-Keepers im Pokalfinale offen
Diese Auswechslung war nicht geplant, das war für alle in der Allianz-Arena offensichtlich: Manuel Neuer signalisierte nach einer knappen Stunde, dass es für ihn nicht weitergeht. Jonas Urbig, der unmittelbar davor mit dem Aufwärmen begonnen hatte, musste sich plötzlich ganz schnell fertig machen und kam eilends in der 60. Minute für den 40-jährigen Kapitän auf den Platz.
Nach Schlusspfiff wurde schnell bekannt: Die linke Wade zwickte mal wieder, nicht zum ersten Mal in diesem Kalenderjahr. Eine Vorsichtsmaßnahme, hieß es zunächst, dennoch begab sich Neuer zwischen Meisterehrung im Stadion und Feier auf dem Nockherberg zum MRT, am Sonntag gab der Rekordmeister bekannt: „Manuel Neuer muss wegen muskulärer Probleme in der linken Wade vorerst kürzertreten.“
Doch was heißt vorerst? Wie der kicker erfuhr, soll es sich um keine schlimme Blessur handeln, die Prognose pendelt zwischen einem optimistischen „Neuer wird das Pokalfinale spielen können“ und einem etwas pessimistischeren „abwarten, wie die kommenden Tage verlaufen“. Klar ist: Nur ein topfitter Neuer wird am Samstag im DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart zwischen den Pfosten stehen und danach eventuell zum WM-Kader stoßen.
Bereits zwei Muskelfaserrisse in der Wade 2026
Bundestrainer Julian Nagelsmann ließ am Samstagabend bei seinem Auftritt im Aktuellen Sportstudio offen, ob es zum spektakulären Comeback kommt. Doch weder er noch Neuer dementierten. Der kicker hatte bereits am Dienstagabend exklusiv über Gedankenspiele um eine Rückkehr Neuers berichtet, andere Medien sprangen danach auf den Zug auf.
Ob nun die Fitness-Frage eine entscheidende Rolle spielen wird? Neuer plagte sich in der Rückrunde immer wieder mit Problemen an der Wade, musste zweimal wegen eines Muskelfaserrisses pausieren. Andererseits blieben ihm vier Wochen bis zum ersten WM-Spiel der Nationalmannschaft gegen Curacao am 14. Juni in Houston.
Wichtiger aus Sicht des FC Bayern und Neuers ist aber das Pokalfinale. Wobei, in Jonas Urbig steht ein würdiger Klassemann als Ersatz bereit. Der 22-Jährige hat längst bewiesen, dass er auch dauerhaft das Zeug zum Nachfolger hat und könnte einspringen.
Erst am Freitag hatten die Bayern bekanntgegeben, dass sie in unveränderter Konstellation auf dieser Position in die neue Saison gehen. Neuer und die Nummer 3, Sven Ulreich, verlängerten jeweils um ein Jahr bis 2027. Klar ist: Urbig soll noch mehr Spiele als bislang bekommen.
