Eintracht Frankfurt trauert um Meistertorwart Loy

Er stand beim legendären Europapokalfinale gegen Real Madrid im Tor und feierte mit Eintracht Frankfurt die letzte Meisterschaft die Vereinsgeschichte. Nun ist Egon Loy im Alter von 95 Jahren gestorben.

Vereinslegende im Alter von 95 Jahren verstorben

Egon Loy ist tot. Wie Eintracht Frankfurt am Sonntag mitteilte, ist der Torwart der letzten Frankfurter Meistermannschaft am vergangenen Freitag verstorben – einen Tag nach seinem 95. Geburtstag. „Egon Loy war eine der prägenden Persönlichkeiten der Eintracht und wir haben es immer genossen, dass er am Vereinsleben bis ins hohe Alter lebhaft teilgenommen hat“, wird Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann in einer Vereinsmitteilung zitiert. „Wenn er über den internationalen Fußball der 1950er Jahre sprach, waren das im wahrsten Sinne des Wortes fantastische Geschichten aus einer anderen Zeit.“

Der 1931 in Nürnberg geborene Loy war 1954 vom SC 04 Schwabach zu Eintracht Frankfurt gewechselt und hatte eine der erfolgreichsten Zeiten der Vereinsgeschichte mitgeprägt. 1959 gewann er mit der Eintracht durch ein 5:3 nach Verlängerung im Finale gegen Lokalrivale Kickers Offenbach die Deutsche Meisterschaft – die bislang letzte der SGE-Historie.

Sieben Gegentore im „Jahrhundertspiel“

Ein Jahr später erreichte er mit der Eintracht sensationell das Finale des Europapokal des Landesmeisters. In der häufig als „Jahrhundertspiel“ bezeichneten Partie vor knapp 130.000 Zuschauern im Glasgower Hampden Park kassierte Loy sieben Tore, Real gewann mit 7:3. Weil er meistens schwarze Torwarttrikots trug, erhielt Loy den Spitznamen „Schwarzer Panther“.

  • Teil 1: „Als wir aus der Kabine kamen, sahen wir nur die Menschenmassen“
  • Teil 2: „In Barcelona demoralisierte die Eintracht den Gegner“

Auch bei Gründung der Bundesliga im Jahr 1963 war Loy Stammtorhüter der Frankfurter und stand in den ersten beiden Jahren der neuen Liga im Tor der SGE. Ab 1965 verlor er seinen Stammplatz, 1967 beendete er schließlich seine Profi-Karriere und ließ seine Laufbahn als Spielertrainer beim unterklassigen Verein Rot-Weiß Walldorf ausklingen. Insgesamt absolvierte Loy 349 Pflichtspiele für die Eintracht, darunter 69 in der Bundesliga.

Vereinspräsident Mathias Beck würdigte neben Loys sportlichen Erfolgen auch die Loyalität des ehemaligen Keepers, der „mit über 70 Jahren Mitgliedschaft auch eines der treuesten Mitglieder der Eintracht“ war. „Die Eintracht-Familie trauert um einen engen Freund und ein Vorbild für Generationen von Fußballern“, heißt es in der Vereinsmitteilung.

 

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