Trotz großer Vorschusslorbeeren konnte Bryan Zaragoza sich beim FC Bayern nie durchsetzen. Zweieinhalb Jahre nach seiner Verpflichtung tritt er daher die vierte Leihstation an – die in einer dauerhaften Trennung münden soll.
Rechtsaußen ohne Perspektive in München
CA Osasuna, Celta Vigo, AS Rom und nun Espanyol Barcelona: Bryan Zaragozas Liste von Klubs, deren Trikot er trug und tragen wird, während er eigentlich beim FC Bayern unter Vertrag steht, ist um einen Eintrag reicher. Bei den Katalanen soll der quirlige Dribbler frischen Wind auf die Flügel bringen und sich dabei bestenfalls für eine Weiterbeschäftigung empfehlen. Dafür spricht die Kaufoption, die Espanyol nach eigenen Angaben für den 24-Jährigen erhält. Nach übereinstimmenden Medienberichten müssten wohl rund acht Millionen Euro fließen.
„Bryan hat in den vergangenen beiden Jahren auf seinen verschiedenen Stationen unterschiedliche Erfahrungen gesammelt“, wird Bayerns Sportdirektor Christoph Freund zitiert: „Er soll sich nun in seinem vertrauten Umfeld der La Liga weiterentwickeln.“
Keine Perspektive beim FCB
Auch an der Säbener Straße wird man hoffen, dass Zaragoza an der spanischen Mittelmeerküste zu überzeugen weiß. Schließlich machte Sportvorstand Max Eberl während der Vorbereitung deutlich, dass der klein gewachsene Techniker keine Perspektive beim Rekordmeister mehr habe. „Sie haben einen Vertrag beim FC Bayern – das haben wir auch zu respektieren, den haben wir beide unterschrieben. Trotzdem glaube ich, dass für die drei die Zukunft beim FC Bayern keine sein wird“, kommentierte Eberl die Lage von Joao Palhinha, Sacha Boey und Zaragoza.
Im Optimalfall endet also Zaragozas Zeit bei den Bayern, die bereits nach einem halben Jahr an der Isar unter einem schlechten Stern stand. Nachdem er Anfang 2024 von Thomas Tuchel geholt und in der Rückrunde zumindest noch siebenmal eingesetzt worden war, schwanden seine Chancen nach der Verpflichtung Vincent Kompanys drastisch. Der Belgier setzte sich erfolgreich für die im Rückblick herausragende Verpflichtung Michael Olises ein, der beim FCB zu einem der weltbesten Flügelspieler avanciert ist.
Knieprobleme verhindern fixen Roma-Wechsel
Hinter dem Franzosen war für Zaragoza auch nach einer ersten Leihe zu CA Osasuna kein Platz, weshalb es in der abgelaufenen Saison zunächst ohne großen Ertrag zu Celta Vigo und im Winter weiter zur AS Rom ging. Allerdings setzten Zaragoza bei der Roma, die wie schon die Galizier über eine Kaufoption verfügte, Knieprobleme zu. Größere Einsatzzeiten und eine Festverpflichtung zerschlugen sich daher. Weshalb Zaragoza auf der Suche nach einer neuen sportlichen Heimat einen weiteren Anlauf nimmt.
