Bayer 04 kämpft weiter um seinen Wunschkandidaten Guela Doué. Der ivorische WM-Teilnehmer hat dem Klub inzwischen sein Ja-Wort gegeben – und dieser tut nun alles dafür, mit Racing Straßburg eine Einigung über die Ablöse für den Rechtsverteidiger zu erzielen.
Ablöse-Poker um Straßburgs Rechtsverteidiger
Geht es nach zwei der drei beteiligten Parteien, wird der Wechsel von Rechtsverteidiger Guela Doué zu Bayer 04 Leverkusen über die Bühne gehen. Nachdem sich der Europa-League-Teilnehmer den ivorischen Nationalspieler als Wunschkandidat für die Position rechts in der Vierer-Abwehrkette ausgeguckt hat, hat nämlich inzwischen auch der 23-Jährige den Leverkusener Verantwortlichen sein prinzipielles Ja-Wort für einen Transfer unters Bayer-Kreuz gegeben.
Doué, der ältere Bruder von PSG-Star Desiré Doué, hat sich bei ehemaligen Bayer-Profis über seinen potenziellen neuen Klub erkundigt. All das, was er da hörte, und wie ihm die Bayer-Verantwortlichen schilderten, was sie mit ihm und der Mannschaft vorhaben, soll den noch bis 2029 in Straßburg unter Vertrag stehenden Profi vom Projekt Bayer 04 überzeugt haben.
Doué soll kein Rekord-Einkauf für Bayer 04 werden
Somit steigen die Chancen für Bayer, seinen Wunschkandidaten für die Problemposition zu bekommen weiter an. Den Knackpunkt stellt „nur“ noch die Ablösesumme dar. Geht es nach den Franzosen, würde Doué Bayers neuer Rekordtransfer. Als solcher fungiert bislang Jarell Quansah, der im Sommer 2025 für 35 Millionen Euro plus fünf weitere Millionen Euro vom FC Liverpool nach Leverkusen kam. Doch für Doué soll die Rekordmarke nicht geknackt werden.
Die aus Frankreich zwischenzeitlich kolportierten 50 Millionen Euro, die Straßburg gefordert haben soll, spielen jedenfalls keine Rolle mehr. Logisch, wäre Bayer 04 doch längst auf einen der parallel behandelten Alternativ-Kandidaten umgeschwenkt, wenn diese Summe jetzt im Raum stünde. Gleiches würde gelten, wenn Straßburg sich nicht unter der 40-Millionen-Grenze verhandlungsbereit zeigen würde. Sollte Bayer 04 bei der Suche rechts hinten noch die Pferde wechseln, würde dies zeitnah noch in dieser Woche geschehen.
Bayer ist bereit, ein 30-Millionen-Euro-Paket zu schnüren
Doch aktuell ist Doué der Wunschkandidat. Für den Leverkusen bereit sein soll, ein Paket zu schnüren, das sich in der Größenordnung von der Ablöse befindet, die die Rheinländer vor Kurzem der SSC Neapel für Linksverteidiger Miguel zahlten. Also ein Bündel aus Fixsumme und Bonuszahlungen, das sich um die 30 Millionen Euro einpendeln würde.
Dass Bayer 04 am Donnerstag den Transfer von Exequiel Palacios zu Ipswich Town eintütete, hilft dem Klub im Fall Doué. Schließlich kann Leverkusen die komplette Ablöse von 22,5 Millionen Euro plus 7,5 Millionen Euro an Boni als Netto-Gewinn komplett reinvestieren, da der Wert des Spielers nach sechseinhalb Jahren in Leverkusen bilanziell komplett abgeschrieben war.
Bleibt abzuwarten, wie schnell sich die Klubs im Fall Doué in der am Dienstag (20 Uhr) endenden Transferperiode näher kommen. Denn um die eigenen sportlichen Ambitionen zu unterstreichen, stellt ein qualitativ hochwertiger Rechtsverteidiger für Bayer 04 einen entscheidenden Schritt dar.
