Koch nach Kritik: „Ich bin froh, dass ich es abbekomme“

Nach der Klatsche in Leipzig und der öffentlichen Kritik von Adi Hütter stand Robin Koch im Fokus. Beim Frankfurter Heimsieg gegen Köln folgte die Antwort auf dem Platz. Hinterher hatte der SGE-Kapitän Zeit zum Durchschnaufen.

Extralob von Hütter für Eintracht-Kapitän

Erster Heimsieg seit März, nach 13 Ligaspielen in Folge mit mindestens einem Gegentor wieder zu null gespielt – Eintracht Frankfurt konnte gegen den 1. FC Köln einen wahren Befreiungsschlag feiern. Nach der 0:6-Pleite der Vorwoche in Leipzig zeigte sich die SGE stabilisiert wie verbessert und feierte den Torschützen des goldenen Treffers, Younes Ebnoutalib.

„Es war sehr wichtig für uns, für den ganzen Verein, gerade nach dem Spiel letzte Woche so eine Reaktion zu zeigen“, schnaufte Robin Koch im Interview bei Sky anschließend durch. „Ich muss ein Riesenlob an die Mannschaft aussprechen. Es war nicht einfach, so schnell wieder umzuswitchen. Aber wir haben über 90 Minuten Willen und Einsatz auf den Platz gebracht.“

Koch verdient sich Extralob von Hütter

Die Erleichterung war dem SGE-Kapitän förmlich anzusehen. Schließlich stand er in der vergangenen Woche im Brennglas der Öffentlichkeit, nachdem ihn Trainer Adi Hütter in Leipzig zur Pause ausgewechselt und danach öffentlich kritisiert hatte. Doch Koch zeigte eine Reaktion und war in der Viererkette der souveräne Abwehrchef – 100 Prozent gewonnene Luftduelle inklusive. Koch verdiente sich so ein „Extralob“ seines Trainers: „Er hat es sich zu Herzen genommen. Für mich hat er sein bestes Spiel abgeliefert“, meinte ein glücklicher Hütter.

„Für irgendeine Kamera rumzubrüllen, damit fange ich nicht an.“ (Robin Koch über seinen Führungsstil)

„Am wichtigsten ist die Reaktion der Mannschaft“, betonte Koch bescheiden, gab aber zu, keine einfache Woche hinter sich zu haben. „Es ist nie schön, wenn man in der Öffentlichkeit so viel über sich lesen muss, aber das gehört zum Fußball dazu“, meinte der 30-Jährige. „Wenn schwierige Phasen kommen, dann geht Negatives zuerst gegen die Führungsspieler und vor allem gegen mich als Kapitän. Aber ich bin froh, dass ich es abbekomme, und nicht ein Schwächerer.“

Es sei egal, was außerhalb gesprochen und geschrieben werde, die Mannschaft müsse bei sich bleiben, so Koch. Seinen Führungsstil müsse er dafür nicht extra anpassen: „Ich bin keiner, der auf dem Platz rumbrüllt. Die Jungs wissen, ich gehe voran unter der Woche und wenn etwas zu sagen ist, dann sage ich es“, meinte Koch. „Für irgendeine Kamera rumzubrüllen, damit fange ich nicht an.“

„Zeichen“ für schwere Aufgabe in Dortmund

Ob die Eintracht an die Leistung des Köln-Spiels in den nächsten Wochen anschließen kann, wird sich zeigen. Am kommenden Samstag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) steht jedenfalls das Topspiel bei Borussia Dortmund an. Die Spielweise gegen Köln mit vollem Einsatz in jedem Moment sei in jedem Fall „ein Zeichen an die Mannschaft“ gewesen, meinte Koch. „Das war genau, was wir brauchen. Auch in Dortmund!“

 

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