Erstmals führte Michael Gregoritsch Österreich als Kapitän aufs Spielfeld, doch Augsburgs Angreifer musste beim 3:1 gegen Israel noch vor der Pause verletzt runter. Nun steht die Diagnose fest.
Wettlauf bei Kade
Die Saison hat für Michael Gregoritsch super begonnen, eigentlich läuft 2026 wie geschmiert für den 32-Jährigen. Erst im Januar die Rückkehr zum FC Augsburg mit einer tollen Rückrunde, die ihm auch einen Traum sicherte: WM-Teilnahme mit Österreich, wo der „Gregerl“ immerhin das 3:3 im dramatischen letzten Gruppenspiel gegen Algerien vorbereitete, das den Einzug in die K.-o.-Runde sicherte.
In die neue Spielzeit startete der Stürmer mit Schwung: Stammplatz im Duell mit Rodrigo Ribeiro ergattert, ein Tor beim 3:0 gegen Schalke, Doppelpack beim 2:2 gegen Leverkusen und nun die Ehre, Österreich erstmals als Kapitän in ein Spiel zu führen, am Donnerstag in der Nations League beim 3:1-Sieg gegen Israel in Linz. Eine Ehre, die schnell vorbei war, in der 36. Minute verließ der Augsburger verletzt den Platz, Sasa Kalajdzic ersetzte ihn.
Am Freitag folgte die Entwarnung, Gregoritsch soll sich nicht schlimmer verletzt haben. Nur ein Band am Sprunggelenk soll nach kicker-Informationen gezerrt sein, ein längerer Ausfall droht nicht. Aufatmen bei Gregoritsch, aufatmen beim FC Augsburg. Die Partie gegen den Kosovo dürfte am Sonntag wohl ohne Gregoritsch stattfinden, sein Mitwirken im Bundesliga-Kracher gegen den FC Bayern am 10. Oktober ist aber wohl nicht in Gefahr.
Kade im Lauftraining
Bei Anton Kade dürfte dieses Datum ein Wettlauf gegen die Zeit werden. Zur Erinnerung: Wie Gregoritsch startete auch der 22-Jährige famos in 2026/27, Tor in der ersten DFB-Pokalrunde, Spieler des Spiels inklusive Tor beim 3:0 gegen Schalke, ehe ein leichter Muskelbündelriss in den Adduktoren in die Quere kam.
Zwar hat Kade das individuelle Training wieder begonnen, dennoch gilt es bei einer solchen Verletzung den Risikofaktor abzuschätzen und den üblichen Zeitrahmen von vier bis sechs Wochen einzuhalten. Schade für Kade, der andernfalls ziemlich sicher zum Aufgebot von Bundestrainer Jürgen Klopp gehört hätte und vielleicht sogar in Augsburg sein Können hätte zeigen können, am Sonntag gegen Serbien. Ob es nun wenigstens gegen die Bayern klappt? Mit zwei ihrer gefährlichsten Offensivspieler stünden die Chancen des FC Augsburg auf eine Überraschung gewiss nicht schlechter.
