Im Cadillac zur Schularbeit: TSG will „Berg mit Champions-League-Aura“ erklimmen

Die TSG Hoffenheim hat die Europapokal-Teilnahme bereits sicher und würde mit einem Sieg gegen den VfB Stuttgart auf einen Champions-League-Platz springen. Christian Ilzer setzt dabei auf vorhandene Automatismen.

Direktes Duell mit Stuttgart

„Europapokal“ war auf dem großen Banner gestanden, das die TSG-Akteure nach dem jüngsten 2:1-Erfolg beim Hamburger SV vor dem Gästeblock ausgebreitet hatten. Die fünfte Europapokal-Teilnahme der Vereinsgeschichte ist ihnen nicht mehr zu nehmen, der dritte Champions-League-Start das neue Ziel.

Bei Weitem noch nicht den entscheidenden Schritt gehen, gewiss aber ein Statement setzen könnte das Team von Christian Ilzer am Samstagnachmittag. In der ausverkauften PreZero-Arena ist der VfB Stuttgart zu Gast, der aktuell nur aufgrund der leicht besseren Tordifferenz vor den Kraichgauern rangiert. Mit je 17 Siegen, sechs Remis und acht Niederlagen weisen die Tabellennachbarn ansonsten dieselbe Bilanz auf. Eine „top Ausgangssituation für ein sehr, sehr spannendes Duell“, wie Ilzer treffend feststellte.

Mit Ausnahme der gesperrten Robin Hranac und Grischa Prömel, der dem Duell mit seinem künftigen Arbeitgeber somit aus dem Weg geht, steht dem TSG-Coach dasselbe Personal wie in der Vorwoche zur Verfügung. Zudem könnte mit Adam Hlozek, der „die Woche voll inhaltlich mitgemacht“ hat, ein Langzeitverletzter in den Spieltagskader zurückkehren.

„Freiheit, Verrücktheit und Intuition“ für die TSG-Offensive

„Gehemmt fühlen wir uns auf keinen Fall“, stellte Ilzer angesichts der vorzeitigen Europacup-Qualifikation klar. „Wir wissen, dass es in den letzten drei Spielen noch einiges für uns zu gewinnen gibt“, erklärte der 48-Jährige, der sich von externen Meinungen – wie etwa beim „von vielen prognostizierten, aber abgewendeten Kampf gegen den Abstieg“ – nicht aus dem Konzept bringen lässt.

„Das kann man sich so vorstellen, dass wir in einem schönen Cadillac sitzen“, begann Ilzer ein entsprechendes Beispiel: „Vor uns eine kurvenreiche Straße, in weiter Entfernung ein schöner, großer Berg mit Champions-League-Aura. Und am Beifahrersitz läutet und blinkt permanent ein Handy auf mit Nachrichten von Mbappé, Haaland und der Champions League.“

Wenn man es dabei auch nur wage, „das Handy zu nehmen und darauf zu schauen, dann sind wir in diesem Moment verletzlich und laufen Gefahr, einen Unfall zu bauen“. Der volle Fokus liegt daher auf dem kommenden Spiel, in dem Ilzer seinen Offensivkräften „Freiheit, Verrücktheit und Intuition gönnen“, defensiv aber wie immer „maximales Invest“ und Leidensfähigkeit einfordern wird.

Mit „TSG-Fußball“ in die Königsklasse?

Die erarbeiteten Automatismen sollen auch im Duell mit dem VfB greifen, überraschende Umstellungen sind nicht zu erwarten. Es ist schließlich „ein Spiel der Spieler, da brauchen wir uns jetzt nicht als Trainer irgendwelche Dinge überlegen, um uns in den Mittelpunkt zu hieven“, so Ilzer, dessen Team sich nun noch dreimal die Chance biete, den über ein Jahr angeeigneten „TSG-Fußball“ zu zeigen.

Und auch dafür hatte der „Gott der Metaphern“, wie ein Medienvertreter den Österreicher schmeichelnd bezeichnete, abschließend natürlich noch ein passendes Beispiel parat: „Das ist wie bei einer Schularbeit, auf die du dich sehr lange vorbereitest, und das abrufst, was du kannst.“

 

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