Ilzer über Hoffenheims Probleme: „Wo der Ball ist, hast du keine Überzahl“

Gegen Bremen machte die TSG da weiter, wo sie gegen Stuttgart aufgehört hatte: In Überzahl. Nach diesen insgesamt rund 110 Minuten erzielte Hoffenheim kombiniert ein mageres 1:1. Trainer Christian Ilzer erklärt die Gründe.

Zum zweiten Mal Elf gegen Zehn

Es ist und bleibt ein Phänomen, dass sich Mannschaften in Überzahl oft schwer tun. Das geht nicht nur der TSG Hoffenheim so. „Wir hatten auch schon ein Unterzahlspiel, das wir gewonnen haben, das war in Bremen“, erinnert TSG-Coach Christian Ilzer an die Partie an der Weser, in der seinerzeit Wouter Burger nach 51 Minuten vom Platz gestellt worden war. Damals erhöhte die dezimierte TSG wenig später zum Endstand zum 2:0-Auswärtssieg.

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„Die Bayern gezeigt haben, wie es wirklich geht.“

Auch in München (1:5) hatte Hoffenheims Kevin Akpoguma nach einer guten Viertelstunde Rot gesehen, dennoch hatten die Kraichgauer die Führung der Bayern noch ausgeglichen und wären beinahe sogar selbst noch in Führung gegangen. „Da waren wir in München auch nicht so schlecht ehe die Bayern gezeigt haben, wie es wirklich geht. Aber in der Theorie sieht das viel, viel einfacher aus“, betont Ilzer, dessen Mannschaft in Überzahl zuletzt erst gegen Stuttgart noch ein schmerzhaftes Gegentor zum 3:3 kassiert hatte und sich nun auch gegen Bremen sehr schwertat – und er erklärt auch warum.

„Bremen ist statistisch das beste Team der Liga im Verteidigen im tiefen Block.“ (Christian Ilzer über die Probleme seiner Hoffenheimer in Überzahl)

„Im letzten Drittel hast du ja keine Überzahl, da wo der Ball ist hast du keine Überzahl“, erläutert der Österreicher den Trugschluss, „der Gegner steht massiert im letzten Drittel und verteidigt ganz engmaschig und zudem mit einer sehr guten Energie. Bremen ist in dieser Hinsicht statistisch das beste Team der Liga im Verteidigen im tiefen Block. Wenn wir im flachen Spielaufbau sind, dann kommt Bremen Mann auf Mann raus und gibt uns natürlich dann Räume. Diese Spielsituation hat es nie mehr gegeben, sondern einen tiefen Neunerblock mit einem Njinmah, der top umschaltet.“

Dennoch habe seine Mannschaft ihren Teil dazu beigetragen, das Spiel so lange offen zu halten. „Trotzdem wollten wir präziser spielen, nicht so schnell den finalen Pass spielen, wir haben viel zu früh zentral gechippt. Wir müssen den Block mehr bewegen, und wenn er sich bewegt, diagonal spielen“, doziert der 48-Jährige und fügt auch den mentalen Faktor an: „Man muss auch im Kopf weiter bereit sein, die Basics abzurufen, denn dort wo der Ball ist, hast du keinen Mann mehr. Wenn du einige Prozent nachlässt, lässt du Chancen zu. Du musst einen guten Gegenpressingimpuls haben. Aber du musst auch in der Restverteidigung exakt bleiben. Wenn Njinmah erst zum Laufen kommt, erwischst du ihn nur noch schwer, du musst ihn schon im Block stellen, wenn er losläuft.“

Asllani: „Der Traum von der Champions League lebt.“

Auch Fisnik Asllani betont die Problematik. „Vielleicht hat uns die Rote Karte gar nicht so sehr beflügelt, wie man es denkt. Gegen eine Mannschaft in Überzahl zu spielen, ist gar nicht so leicht, wie man denkt. Bremen stand sehr tief, hat den Bus geparkt und wir haben die Lücken nicht gefunden“, schildert Hoffenheims Stürmer, dessen Geistesblitz bei einer schnell ausgeführten Ecke das einzige Tor einfädelte. „Ich habe vor dem Tor den Ball schnell wieder ins Spiel gebracht und so haben wir den Moment ausgenutzt, dass Bremen nicht ganz wach war.“

Unterm Strich aber steht Hoffenheims 18. Saisonsieg. „Am Ende überwiegt das Ergebnis, das bringt uns in unser persönliches Finale in Gladbach“, sagt Ilzer: „Wir haben die Chance den All-time-Punkterekord der TSG zu holen. Was wir uns ansonsten verdienen, Champions League oder Europa League, das werden wir demütig annehmen.“

Asllani rät, nur auf sich und nicht auf das Parallelspiel der Stuttgarter in Frankfurt zu schauen. „Wenn man darauf schaut, was die anderen machen, vergisst man oft seine eigene Aufgabe. Es wird ein schwieriges Auswärtsspiel in Gladbach. Dann werden wir sehen, was dabei herauskommt“, sagt der 23-Jährige und fügt hinzu: „Der Traum von der Champions League lebt.“

 

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