Herausfordernde Zeiten für Schalkes „Swiss Air“

Nach mehrmonatiger Verletzungspause rollt Schalkes Außenbahnspieler Adrian „Swiss Air“ Gantenbein so langsam wieder in Richtung Startbahn. Doch es gibt eine weitere Hürde für den Schweizer.

Gantenbein bald wieder bereit zum Abflug

Der Name Adrian Gantenbein ist auf Schalke eng verknüpft mit der Erinnerung an eine hinreißende Rettungstat. Ziemlich genau ein Jahr ist sie her, als der Außenbahnspieler beim 2:1 der Königsblauen in Bielefeld eine spektakuläre Abwehr-Aktion hinlegte, die sich „wie ein Tor angeführt hat“, sagte Gantenbein, der nach einem Lupfer des Arminia-Angreifers Monju Momoluh wie aus dem Nichts herangerauscht kam, im Schatten seines bereits geschlagenen Torwarts Loris Karius in unwiderstehlicher Art abhob, seinen Körper in der Luft noch um einige Grad drehte, um den Ball dann mit einer Art Flug-Hinterkopfball unmittelbar vor der Linie zu klären.

Im Test in der Startelf

Seitdem hat der Schweizer den Spitznamen „Swiss Air“ auf Schalke weg – wann er allerdings erneut derart sicher bei Trainer Miron Muslic landen kann, dass er wieder zur Stammflotte zählt, ist derzeit unklar. Immerhin: Gantenbein rollt nach mehrmonatiger Reparaturphase infolge einer schweren Fußverletzung in der Sommervorbereitung so langsam wieder in Richtung Startbahn. Nach seinem Comeback in der U 23 absolvierte er zuletzt einen längeren Einsatz im Test des Bundesligisten bei Regionalligist RW Oberhausen (5:2).

Die Sprunggelenksverletzung aus dem Test gegen Fagiano Okayama (3:1) in Österreich im Juli hat den 25-Jährigen stark ausgebremst. Mental seien die vergangenen Wochen durchaus „etwas schwieriger“ gewesen, gibt der Defensivspieler mit Vorwärtsdrang zu. Gemeinsam mit der medizinischen Abteilung habe er „alles wieder aufgebaut“, der Reha-Prozess fand ausschließlich in Deutschland statt.

Es sind herausfordernde Zeiten für Gantenbein, der nach überstandener Verletzung die nächste Hürde vor sich sieht: Eric Junior Dina Ebimbe. Den Kameruner engagierten die Schalker im Sommer in erster Linie für die Rolle, die Gantenbein gerne wieder dauerhaft ausfüllen würde. Dina Ebimbe bringe „für die Position des rechten Schienenspielers viel Erfahrung aus seinen bisherigen Stationen sowie die nötige Dynamik und Handlungsschnelligkeit mit“, sagte Sportdirektor Youri Mulder bei der Verpflichtung des Kameruners.

Den Anschluss finden

Gantenbein versucht den Konkurrenzkampf sportlich zu betrachten. Er sieht sich selbst aktuell „erst einmal als Herausforderer“, für den es nun gelte, „den Anschluss zu finden“ – damit Gelsenkirchens „Swiss Air“ schon bald wieder zum Abflug bereit ist.

 

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