Vor der nächsten so wichtigen Partie bei Union Berlin wiederholte sich Trainer Dieter Hecking „wie eine Schallplatte“. Ob seine Spieler diesmal zuhören und den ersten Dreier seit zwölf Spielen einfahren?
Bei Union soll der wichtige Dreier her
Die Lage bei den Wölfen ist prekär. In den vier Auftritten mit Coach Hecking an der Seitenlinie holte der VfL nur einen Zähler. In der Tabelle ist man Vorletzter – mit vier Punkten Rückstand auf St. Pauli, ganze sieben sind es auf Rang 15 (Werder Bremen).
Wolfsburg ist zum Siegen verdammt, um den Anschluss an das rettende Ufer nicht völlig zu verlieren. „Ich habe es schon vor einer Woche gesagt, das realistische Ziel, das noch greifbar ist, ist Platz 16“, machte Hecking auf der Pressekonferenz klar und fügte an: „Dafür musst du aber anfangen zu punkten und Pauli darf eben nicht punkten.“
Dies ist den Wölfen in den vergangenen drei Partien nicht gelungen, wovon sich der 61-Jährige nicht verunsichern lassen will. „Klar, die Ergebnisse waren nicht da, ich glaube alle drei Spielen hätten aber auch einen anderen Ausgang haben können.“ Gegen Frankfurt habe man „allein von den statistischen Daten her eines der besten Spiele der Saison“ gemacht. Am Ende stand man dennoch erneut als Verlierer da (1:2).
„Wir haben immer noch die Chance. Das ist das Gute, dass man es immer noch schaffen kann, aber wir brauchen nicht nach links und rechts gucken. Da wiederhole ich mich leider wie so eine Schallplatte: Wir brauchen den Sieg.“
Hecking sieht „Feuer und Spielfreude“
Die Lage in der Kabine stimmt den Trainer in diesem Unterfangen positiv: „Es ist nicht so, dass die Stimmung total am Boden ist oder dass man das Gefühl hat, da geht wirklich nichts mehr. Man hat gestern im Training gesehen, dass viel Feuer und Spielfreude drin war.“ Jetzt sei seine Mannschaft aber auch gefordert, „den Bock auch mal wirklich umzustoßen, indem sie sagt: ‚Egal wie, dieses Spiel gewinnen jetzt mal wir.'“
Die Eisernen werden mit der neuen Cheftrainerin Marie-Louise Eta etwas dagegen haben. Hecking warnte vor „einer anderen Dynamik und Energie“ durch den Trainereffekt und hob die Berliner Qualitäten wie „Athletik, Zweikämpfe und viele lange Bälle“ hervor: „Das wird ein ganz, ganz harter Fight, aber dem müssen wir uns stellen.“
Kumbedi und Jenz einsatzbereit
Während Jonas Wind und Mattias Svanberg weiter verletzt ausfallen, sind die zuletzt angeschlagenen Sael Kumbedi und Moritz Jenz am Samstagnachmittag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) einsatzbereit.
Hinter dem Startelfeinsatz von Maximilian Arnold, der zum 400. Mal für den VfL zum Einsatz kommen könnte, steht aufgrund von Leistenproblemen derweil noch ein Fragezeichen. „Die Problematik ist immer noch gegeben. Nicht in dem Umfang, dass er nicht spielfähig ist, aber Maxi hat da wirklich mit zu kämpfen.“ Ob es von Beginn an funktioniert oder nur ein Kurzeinsatz in Frage kommt, wird Hecking in Absprache mit dem Kapitän entscheiden.
