Gegen Lieblingsgegner Mönchengladbach könnte dem SC Freiburg am Wochenende ein weiterer Startrekord gelingen. Zwei SC-Spieler erinnern sich gerne an die Borussia als Ex-Klub zurück, einer hatte dort nicht so viel Erfolg.
Osterhage zurück im Teamtraining
Die frischesten Erinnerungen an den kommenden Gegner aus Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr) hat im Freiburger Kader Yannik Engelhardt. Er war vergangene Saison vom italienischen Erstligisten Como an die Borussia ausgeliehen, bestritt für sie 33 Pflichtspiele und stand dabei bis auf zweimal immer in der Startelf. Nicht nur angesichts ihres aktuellen personellen Engpasses im zentralen Mittelfeld würden sich die Gladbacher wahrscheinlich wünschen, der 25-Jährige wäre noch da.
Engelhardt „harmoniert gut mit Egge“
Zusammen mit Maximilian Eggestein, der seinen Vertrag beim Sport-Club heute vorzeitig verlängert hat, bildete er in vier der ersten fünf Pflichtspiele die Doppelsechs. Das lag nicht nur daran, dass Konkurrent Patrick Osterhage muskuläre Probleme hatte – nach denen er jetzt ins Mannschaftstraining zurückgekehrt ist -, und Neuzugang Rihito Yamamoto, der erstmal in der U 23 in der Regionalliga Spielpraxis bekam, noch Anpassungsprobleme hat.
Es lag vor allem daran, dass Engelhardt keine große Eingewöhnung brauchte, obwohl er in seiner ersten Zeit beim Sport-Club (2021 bis 2023) in der zweiten Mannschaft gespielt hat. „Er hat hier sehr schnell wieder umgesetzt, was wir verlangen“, sagte Trainer Julian Schuster über Engelhardt, „und er harmoniert gut mit Egge. Es ist genau so, wie wir es uns erhofft haben und wie wir ihn kennengelernt hatten.“
Ginter ist die wichtigste Stütze in der SC-Defensive
Auch Matthias Ginter kehrte von Mönchengladbach wieder nach Freiburg zurück, nach insgesamt fünf Jahren dort. Die Begegnungen mit der Borussia werden für den 32-Jährigen deshalb „immer besonders sein“. Da er inzwischen aber schon seit vier Jahren wieder bei seinem Heimatverein ist, kennt er kaum noch jemanden aus dem aktuellen Team.
In Freiburg ist er seit seiner Rückkehr die wichtigste Stütze in der Abwehr. „Und seine Form zeigt seit Monaten steil nach oben“, betonte Schuster. „Er lässt sein Herz auf dem Platz liegen, das ist mitreißend für die Mitspieler und gerade bei Heimspielen für die eigenen Fans im Stadion.“ Dazu gehöre nicht nur „das Gen, alles zu verteidigen“, sondern auch „die Kreativität mit dem Ball“.
Auch Grifo bleibt wichtig für Freiburg
Für die ist seit Jahren beim Sport-Club auch Linksaußen Vincenzo Grifo zuständig, der wie Engelhardt eine Saison bei Gladbach verbrachte (2017/18), dort aber teilweise verletzt ausfiel und ansonsten nicht auf die erhofften Einsatzzeiten kam. Auch wenn er zu Beginn dieser Saison mehrfach auf der Bank Platz nehmen musste, weil Derry Scherhant den Vorzug erhielt, hat er Anteil am hervorragenden Saisonstart der Freiburger, die zum ersten Mal im Profi-Fußball mit fünf Pflichtspielsiegen begannen. Sollte gegen Gladbach der dritte Bundesligasieg in Folge zum Start gelingen, wäre das ebenfalls eine Premiere in der Vereinsgeschichte.
Allerdings warnt der SC-Coach vor dem angeschlagenen Gegner, der die ersten beiden Bundesligaspiele verloren hat, zuletzt gegen Aufsteiger Elversberg nach einer 3:1-Führung mit 3:4. „Man kann sich sehr gut ausmalen, wie sie hier auftreten werden“, sagte Schuster. Er weiß noch aus der eigenen Erfahrung der Vorsaison, wie sich zwei Auftaktniederlagen anfühlen und was sie in einer Mannschaft auslösen können. Andererseits ist der Sport-Club gegen Gladbach seit 18 Heimspielen ungeschlagen (zwölf Siege, sechs Unentschieden), so lange wie gegen keinen anderen Klub.
