Eintracht Frankfurt hat den nächsten Profivertrag verteilt: Julian Etse machte laut Sportdirektor Timmo Hardung einen „sehr großen Schritt“ und wurde dafür nun belohnt.
Zuletzt Kapitän der Reserve
Mit einer starken Vorbereitung sowie einer bemerkenswerten Entwicklung hatte sich Ende August bereits der junge Jeremiaha Maluze einen neuen Fünfjahresvertrag in Frankfurt verdient. Nun wurde auch Julian Etse für seine Leistungen belohnt und mit seinem ersten Profivertrag am Main ausgestattet. Das machte die Eintracht am Freitag offiziell.
„Julian hat in den vergangenen Monaten einen sehr großen Schritt gemacht“, begründet Frankfurts Sportdirektor Timmo Hardung den Schritt: „Er bringt mit seiner Größe, seiner Robustheit und seiner Mentalität spannende Voraussetzungen für die Position des Innenverteidigers mit. Mit dem Lizenzspielervertrag schaffen wir nun die Grundlage dafür, dass Julian sich kontinuierlich auf hohem Niveau weiterentwickeln kann.“
Etse, der das Gardemaß von 1,92 Meter mitbringt, genoss seine fußballerische Ausbildung bis 2025 beim VfL Bochum. In jenem Sommer dann wechselte der junge Innenverteidiger zum SSV Ulm 1846 Fußball in die 3. Liga. Nach vier Einsätzen in der ersten Saisonhälfte folgte im Winter eine Leihe zum TSV Steinbach Haiger in die Regionalliga Südwest.
Bei den Mittelhessen avancierte Etse rasch zum Stammspieler und absolvierte 12 von 14 möglichen Partien – und zog das Interesse der Eintracht auf sich. Diese schlug dann im vergangenen Sommer zu. Eine Entscheidung, die die Verantwortlichen nicht bereut haben dürften.
Mit den Profis in Grassau
In der laufenden Saison kam der Deutsch-Ghanaer bislang viermal für die U 21 in der Regionalliga Südwest zum Einsatz und trug dabei in den Partien gegen die Stuttgarter Kickers und den VfR Aalen sogar die Kapitänsbinde. Den Saisonauftakt hatte er nur verpasst, weil er mit den Profis im Trainingslager in Grassau weilte.
„Er wird weiterhin eine wichtige Rolle in unserer U 21 spielen und dort regelmäßig wertvolle Spielerfahrung sammeln, die für seinen weiteren Weg entscheidend ist“, fügt Hardung an: „Wir werden ihn eng begleiten und ihm die Möglichkeit geben, sich Schritt für Schritt an das Niveau und die Anforderungen des Profifußballs heranzuarbeiten.“
Im DFB-Pokal beim rauschenden 11:0 gegen Außenseiter SC Tönis stand Etse bereits erstmals im Kader der Profis, kam allerdings nicht zum Zug.
