Seit Donnerstag herrscht bittere Gewissheit für die TSG Hoffenheim: Valentin Gendrey hat sich beim Pokal-Aus in Kiel das Wadenbein gebrochen und fällt lange aus. Es ist die vierte schwere Verletzung des Franzosen in seinen knapp zwei Jahren im Kraichgau.
Vierte Verletzung seit TSG-Wechsel
Es lief die 28. Minute im Kieler Holstein-Stadion, als Valentin Gendrey auf Höhe der Seitenlinie einen Pass von Nebenmann Robin Hranac annehmen wollte, dabei aber von seinem Gegenspieler Leon Parduzi regelwidrig von hinten umgerempelt wurde. Dem 26 Jahre alten Außenverteidiger von der TSG Hoffenheim stand der Schmerz direkt ins Gesicht geschrieben, als er sich am Boden ans Bein griff und wenig später unter Tränen von zwei Betreuern gestützt den Platz verlassen hatte.
Seit Donnerstag, einen Tag nach dem Zweitrundenspiel im DFB-Pokal, das die TSG bei Holstein Kiel im Elfmeterschießen verlor, hat der Rechtsverteidiger nun bittere Gewissheit. Bei der Aktion hat sich Gendrey eine Fraktur des linken Wadenbeins zugezogen und wird der TSG damit lange fehlen.
Es ist nicht die erste schwere Verletzung für den gebürtigen Pariser, der im Spätsommer 2024 von der US Lecce in den Kraichgau gewechselt war. Dass Gendrey bislang erst auf 41 Pflichtspiel-Einsätze kommt, liegt daran, dass er sich in seinen etwas mehr als zwei Jahren in Hoffenheim bereits zwei Knöchelbrüche sowie eine Schlüsselbeinfraktur zugezogen hat. Nun also das Wadenbein.
Schicker: „Die Verletzung trifft uns auch menschlich“
Entsprechend bedrückt ist auch die Stimmung bei den Verantwortlichen. „Die Verletzung ist für Vale ein herber Rückschlag und trifft uns alle im Klub auch menschlich“, sagt Andreas Schicker, Geschäftsführer Sport der TSG. „Wir stehen an seiner Seite, er erhält von uns jegliche Unterstützung. Wir alle wünschen ihm gute Besserung und eine schnelle Genesung.“
Neben Gendrey hatte sich auch Neu-Nationalspieler Bambasé Conté verletzt. Der 23-Jährige war von Trainer Christian Ilzer erst nach knapp einer Stunde eingewechselt worden, zu Beginn der Verlängerung musste er den Platz angeschlagen aber schon wieder verlassen und wurde vom späteren Fehlschützen Mats Rots ersetzt. Eine Diagnose bei Conté hat die TSG bislang nicht verkündet.
