Was der kicker bereits berichtet hatte, wurde nun auch von der TSG Hoffenheim offiziell bestätigt. Ozan Kabak (26) hat seinen auslaufenden Vertrag mit der TSG verlängert – inklusive einer Ausstiegsklausel.
Mit Ausstiegsklausel
Bereits am Sonntag hatte der kicker exklusiv über die Vertragsverlängerung mit Ozan Kabak bis 2030 berichtet, an diesem Dienstag nun folgte auch die offizielle Bestätigung seitens der TSG Hoffenheim.
„Es freut mich ungemein, dass sich Ozan trotz zahlreicher anderer Angebote bewusst für unseren Weg entschieden hat. Das ist ein starkes Signal“, erklärt Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker. „Ozan hat sich nach seiner schweren Verletzung zurückgekämpft und in dieser Saison wieder gezeigt, dass er eine zentrale Säule unseres Teams ist. Mit seiner Zweikampfstärke, Wucht, Torgefahr und seiner herausragenden Mentalität bringt er Qualitäten mit, die wir benötigen.“
Auch der Spieler zeigte sich erfreut und dankbar angesichts der Vorgeschichte und seiner langen Zwangspause. „Ich fühle mich in Hoffenheim sehr wohl und sehe die sportliche Perspektive, gemeinsam weiter zu wachsen. Die TSG hat mir großes Vertrauen geschenkt, mich auch während meiner langen Verletzung unterstützt und immer an mich geglaubt“, betont der 26-Jährige, „ich freue mich darauf, weiterhin Teil der Entwicklung zu sein und möchte gemeinsam mit dem Klub unsere ambitionierten Ziele erreichen.“
Ausstiegsklausel liegt bei 25 Millionen Euro
Knackpunkt in den Verhandlungen war zuletzt neben der Laufzeit auch die Konstellation einer Ausstiegsklausel. Eine solche ist dem Vernehmen nach in dem Vertragswerk verankert und soll bei 25 Millionen Euro liegen. Allerdings soll diese Zusatzvereinbarung frühestens im Sommer 2027 wirksam werden. Für die kommende Spielzeit kann die TSG also mit dem auch in gegnerischen Strafräumen sehr präsenten Hünen planen. Oder eben eine frei verhandelbare Summe aufrufen, sollten sich womöglich nach einer erfolgreichen WM mit der Türkei großkalibrige Marktteilnehmer melden.
Erst in der jüngsten Ligapause hatte Kabak sein Comeback für die Türken gegeben und sich mit der Nationalmannschaft in den Play-offs letztlich gegen Kosovo und seine Teamkollegen Albian Hajdari und Fisnik Asllani durchgesetzt. Bei der Endrunde tritt die Türkei zunächst gegen Australien, Paraguay und Gastgeber USA an. Beim Nationalteam hatte sich Kabak im Sommer 2024 auch seinen folgeträchtigen Kreuzbandriss zugezogen, dessen Folgen und Rückschläge in der Reha den Verteidiger fast eineinhalb Jahre seiner Karriere gekostet hatten.
Hoffenheim hatte Kabak im Sommer 2022 für rund sieben Millionen Euro dem FC Schalke 04 abgekauft, der den einstigen Stuttgarter zuvor nach England (FC Liverpool, Norwich City) verliehen hatte. Bereits vor seiner Verletzung hatte sich ein Transfer Kabaks zurück auf die Insel angebahnt, dann aber zerschlagen.
Erst Ende vergangenen Jahres hatte sich Kabak immer mehr Spielanteile und letztlich seinen einstigen Stammplatz in der Hoffenheimer Abwehr zurückerobert. Beide Seiten hatten trotz des auslaufenden Vertrags die Entwicklung nach der langen Zwangspause zunächst abwarten wollen, um dann in die Verhandlungen über die Zukunft einzutreten. Die fanden nun nach einigen Runden ihren Abschluss.
