Alexander Blessin soll Borussia Mönchengladbach nach dem Fehlstart aus dem Bundesliga-Keller führen. Das erste Spiel hat es für den neuen Trainer gleich in sich.
Zweite Bundesliga-Station
Alexander Blessin ist zurück in der Bundesliga. Am Dienstag machte Borussia Mönchengladbach den 53 Jahre alten Trainer zum Nachfolger von Eugen Polanski, der bereits nach dem 3. Spieltag hatte gehen müssen. Blessin, der bis zum Sommer beim FC St. Pauli gearbeitet hatte, erhält einen Vertrag bis 2028. Offiziell vorgestellt wird er am Mittwoch um 13.30 Uhr im Rahmen einer Pressekonferenz mit Sportchef Rouven Schröder.
Am Samstag hatten die Gladbacher unter Interimstrainer Jan-Moritz Lichte beim 3:4 gegen den 1. FSV Mainz 05 auch das vierte Saisonspiel verloren, weshalb sie als Schlusslicht und einziges noch punktloses Team in die lange Länderspielpause gehen. Diese soll Blessin nutzen, um die Fohlen wieder flottzumachen.
Vom neuen Mann erhoffen sich die Verantwortlichen eine „klare Richtung“, wie es Schröder am Samstag formuliert hatte, und ein deutlich kompakteres Auftreten. Nur Union Berlin (17) toppt die 16 Gegentore mit einem neuen Bundesliga-Negativrekord nach vier Spieltagen, den ansonsten Gladbach eingestellt hätte.
St. Paulis Defensive glänzte unter Blessin – allerdings nur in der ersten Saison
Blessin, damals Nachfolger von Fabian Hürzeler, hatte 2024/25 den FC St. Pauli als Aufsteiger in der Liga gehalten, seine Mannschaft mit 41 Gegentoren die zweitwenigsten hinter Meister FC Bayern vorweisen können. Im Jahr darauf stiegen die Hamburger jedoch als Schlusslicht – und mit 60 Gegentreffern – ab, Blessin musste anschließend gehen.
Rund fünf Monate später übernimmt er seine zweite Bundesliga-Station. Zuvor war er im Ausland bei KV Oostende, dem CFC Genua und bei Union Saint-Gilloise aktiv, nachdem er 2020 nach acht Jahren die Nachwuchsabteilung bei RB Leipzig verlassen hatte.
Sein Debüt als Gladbach-Coach feiert Blessin am Sonntag, 11. Oktober (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) – im Rheinderby beim 1. FC Köln, der nach einem holprigen Saisonstart ebenfalls unter Zugzwang steht, aber trotzdem vier Punkte mehr auf dem Konto hat.
